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Stadt Wolfsburg Prügelei auf dem Schulflur: Mit Kopfnuss die Nase gebrochen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Prügelei auf dem Schulflur: Mit Kopfnuss die Nase gebrochen
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21:28 24.09.2018
Tatort Schulflur: Das Amtsgericht befasste sich am Montag mit der Prügelei zweier junger Männer in einer Bildungseinrichtung. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Zwei Jahre lang hatte es nach Darstellung des 18-jährigen Angeklagten immer wieder massive Beleidigungen und Provokationen von seinem Mitschüler gegeben. Kurz vor der Auseinandersetzung hatte der 17-Jährige während des Unterrichts „Zigeuner“ in Richtung des Älteren gesagt. Dafür flog er aus der Klasse und traf nur wenig später auf seinen Mitschüler, der den Raum ebenfalls verlassen hatte.

Angeklagter stritt Kopfnuss vehement ab

„Er hat versucht, mir eine Backpfeife zu geben, die ich abwehren konnte. Meine Faust traf ihn im Brustbereich und mein Gesicht ging gegen seinen Kopf“, sagte der 18-Jährige. Eine Kopfnuss im eigentlichen Sonne stritt der Schüler allerdings vehement ab.

Der 17-Jährige präsentierte dem Gericht eine andere Version des Vorfalls. Demnach soll sein Mitschüler ihm eine Backpfeife und danach eine Kopfnuss gegeben haben – mit fatalen Folgen. „Meine Nase war gebrochen und musste in einer ambulanten OP gerichtet werden. Ich habe bis heute immer wieder Kopfschmerzen“, erklärte der junge Mann.

Richterin: „Ein solches Verhalten ist nicht lustig, sondern dämlich“

Die Richterin erkundigte sich nach dem Grund der fortgesetzten Beleidigungen. „Wir haben uns in der Klasse immer Sprüche gedrückt, das sollte lustig sein“, so der 17-Jährige. „Das ist nicht lustig“, sondern dämlich“, fand die Juristin klare Worte.

Die Staatsanwältin forderte 50 Arbeitsstunden, die Verteidigerin plädierte auf Freispruch wegen Notwehr und der Anwalt des 17-Jährigen forderte als Nebenkläger eine Geldstrafe von 2000 Euro. Die Richterin entschied sich für 50 bezahlte Arbeitsstunden, den Lohn soll der 17-Jährige als Schmerzensgeld erhalten.

Von Jörn Graue

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