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Prozessauftakt: Mann hielt Mutter für den Teufel

Wolfsburg Prozessauftakt: Mann hielt Mutter für den Teufel

Wolfsburg. Unter großem Medieninteresse hat am Dienstag im Landgericht Braunschweig der Prozess um den Mord im Wolfsburger Klinikum begonnen. Ein 40-Jähriger soll im Zustand der Schuldunfähigkeit einen arglosen Rentner (85) erstochen haben.

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Bluttat im Klinikum: Nach dem schrecklichen Verbrechen im Februar muss sich der Angeklagte seit gestern vor dem Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft will keine Bestrafung des mutmaßlichen Täters, sondern seine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie erreichen.

Am 15. Februar soll der Angeklagte im Klinikum den wehrlosen Rentner in dessen Bett durch einen Messerstich in die Herzgegend getötet haben. Das Motiv laut Anklage: Der schwer gestörte 40-Jährige habe seine Mutter für den Teufel gehalten; um ihn, den Sohn, zu täuschen, habe die Mutter die Gestalt des Rentners angenommen. Aufgrund seiner Psychose sei der Angeklagte nicht in der Lage gewesen, das Unrecht einzusehen - Unterbringung in der Psychiatrie statt Haft ist daher das Ziel der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte, der sich mit dem Messer zunächst selbst töten wollte, äußerste sich vorerst nicht.

Der Prozessbeginn fand unter großem Medieninteresse statt. Gleich drei Kamerateams von Fernsehsendern, Fotografen und Reporter berichteten über die Verhandlung. Schon vor Sitzungsbeginn stellte sich Maike Block-Cavallaro als Sprecherin des Landgerichts für Interviews zur Verfügung und erklärte, worum es in diesem Prozess - formal korrekt als „Unterbringungssache“ bezeichnet - geht.

Für die Verhandlung sind drei weitere Sitzungstage vorgesehen; Polizeibeamte, Familienangehörige des Angeklagten und mehrere Sachverständige sollen noch aussagen. Das Urteil wird für Ende Juli erwartet.

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