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Prozess um sexuelle Nötigung: Sicherheitsschleuse im Gericht

Amtsgericht Prozess um sexuelle Nötigung: Sicherheitsschleuse im Gericht

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen im Amtsgericht: Vor einem Prozess wegen sexueller Nötigung wurden gestern Angeklagter, Zeugen und Zuhörer nach Waffen durchleuchtet. Alle mussten wie am Flughafen eine elektronische Schleuse passieren.

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Sicherheitsschleuse im Amtsgericht: Die Wachtmeister durchsuchten die Beteiligten eines Sex-Prozesses. Der Angeklagte hatte gedroht, er werde seine Freundin im Gericht umbringen.

Quelle: Hensel

Gefährliche Gegenstände entdeckten die Wachtmeister aber nicht. Angeklagt war in dem Prozess ein 32-jähriger Russlanddeutscher, der seiner Ex-Freundin (24) gedroht hatte, dass er sie im Gericht umbringen werde. Auslöser: Sie hatte ihn wegen Vergewaltigung angezeigt. Tatort soll in der Nacht zum 8. November 2008 die Wohnung der Wolfsburgerin gewesen sein.
Das Pärchen hatte sich drei Jahre zuvor im Internet-Chat kennengelernt: „Erst war es eine Affäre, dann kam Liebe ins Spiel“, so die Frau. Sie machte aber dann Schluss, als sie erfuhr, dass er sie mit zwei Frauen betrogen haben soll.
Wegen einer Aussprache war der Angeklagte in der November-Nacht in ihrer Wohnung. Und obwohl er im Wohnzimmer schlafen sollte, sei er in ihren Schlafraum gekommen, habe sich auf ihre Matratze gelegt und sie zum Sex gezwungen, erklärte die Wolfsburgerin.
Sie will ihm gesagt haben, dass sie nicht mit ihm schlafen wolle – mehr aber nicht: Sie wollte nicht, dass ihre Tochter (4) aufwacht, die ebenfalls auf der Matratze lag.
Das reichte dem Gericht nicht für eine Verurteilung wegen sexueller Nötigung – der alkoholisierte Angeklagte könnte die Situation anders eingeschätzt haben. Allerdings muss der 32-Jährige wegen der Drohung, er werde die Wolfsburgerin im Gericht töten, 750 Euro Strafe zahlen.

bm

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