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Stadt Wolfsburg Lessingstraßen-Bluttat: Freunde sagen aus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Lessingstraßen-Bluttat: Freunde sagen aus
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00:07 17.05.2018
Schlimme Details im Prozess: Der Angeklagte soll seine Lebensgefährtin und deren Töchter wenige Wochen vor der Tat mit dem Tod bedroht haben. Quelle: Jörn Graue/Archiv
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Wolfsburg

Der Angeklagte dagegen soll seine Partnerin und ihre beiden Töchter (10 und 14) unter Alkoholeinfluss mit dem Tod bedroht haben.

Totschlag: Dramatische Szenen in der Lessingstraße

Eine Freundin (24) des Opfers aus Wolfsburg schilderte dramatische Szenen, die sich am Nikolaustag 2017 in der Wohnung abgespielt hatten. Nach einem Anruf der 38-Jährigen war sie mit ihrem Ehemann zu der Wohnung in der Lessingstraße geeilt. „Als der Angeklagte in ihre Richtung ging, hatte ich Angst, dass er ihr etwas antut“, berichtete die 24-Jährige, die bei ihrer Aussage mehrmals weinte. Ihr Ehemann habe sich dann zwischen beide gestellt. Der betrunkene 38-Jährige habe gedroht, seine Lebensgefährtin zu erwürgen und gesagt, dass sie und ihre Töchter krepieren würden.

Lessingstraße: Hier erstach ein 38-Jähriger seine Lebensgefährtin. Quelle: Gero Gerewitz

Im Beisein der zwischenzeitlich eingetroffenen Polizei hat der Angeklagte die 14-jährige Tochter in polnischer Sprache massiv bedroht. „Ich werde dich vergewaltigen, du Schlampe, und wenn ich es nicht tue, werde ich jemanden finden, der das für mich macht“, gab sie seine Worte vom 6. Dezember 2017 wieder. Auch der 32-jährige Ehemann der 24-Jährigen berichtete von massiven Drohungen und Beleidigten des Angeklagten bei dem Vorfall.

Spurensicherung am Tatort in der Wolfsburger Innenstadt. Quelle: Florian Heintz

Am Tag vor der Bluttat hätte die 39-Jährige ihr berichtet, dass sie sich von ihrem Partner trennen wolle und sie um Hilfe gebeten. „Sie wirkte verängstigt und bat mich, leiser zu sprechen, denn sie wüsste nicht, was er tun wird, wenn er etwas von dem Gespräch mitbekommt“, so die Wolfsburgerin. Unmittelbar vor der schrecklichen Tat stand sie mit ihrer Freundin, die ursprünglich mit ihrem Lebensgefährtin und den beiden Töchtern über Weihnachten nach Polen fahren wollte, via WhatsApp in Kontakt. „Vielleicht kannst du in Polen noch zu einem Frauenarzt gehen“, lautete die letzte Nachricht der 24-Jährigen. „Eine Antwort bekam ich nicht mehr.“

39 Jahre altes Opfer: „Sie war ein wundervoller Mensch“

Eine 47-jährige frühere Kollegin beschrieb die 39-Jährige als „wundervollen Menschen“ und „liebenswerte Mutter“. Ein Mitarbeiter der christlichen Drogenberatung, bei der der Angeklagte Hilfe gesucht hatte, berichtete von sich verschlimmerndem Alkoholismus in der Beziehung.

Von Jörn Graue

Der Bericht eines psychiatrischen Gutachters lieferte auch Einblicke in den bisherigen Lebensweg des Angeklagten. Immer wieder hat Alkohol in der Vergangenheit eine Rolle gespielt.

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