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Prozess um Teufelsmord: Täter soll in Psychiatrie

Wolfsburg Prozess um Teufelsmord: Täter soll in Psychiatrie

Im Prozess um den „Teufelsmord“ im Wolfsburger Klinikum wird die Schwurgerichtskammer des Landgerichts am Mittwoch ihr Urteil sprechen.

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Mord im Klinikum: Auch Pflichtverteidiger Frank Waschke fordert die Unterbringung seines Mandanten in der Psychiatrie.

In ihren Plädoyers waren sich Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung am Dienstag einig: Der Angeklagte (40) soll in die Psychiatrie eingewiesen werden.Zwar habe es sich bei der Tat juristisch gesehen um einen heimtückischen Mord an einem arg- und wehrlosen Opfer gehandelt, führte Oberstaatsanwältin Birgit Seel in ihrem Plädoyer aus. Eine Bestrafung des Angeklagten komme aber nicht in Betracht - der psychiatrische Sachverständige Dr. Joachim Dedden hatte dem Angeklagten in seinem Gutachten attestiert, dass bei der Tatbegehung sowohl seine Einsichtsfähigkeit als auch seine Steuerungsfähigkeit aufgehoben gewesen seien. Grund sei eine schizophrene Psychose.

Der 40-jährige Wolfsburger ist angeklagt, am 15. Februar einen Patienten (85) in dessen Bett im Klinikum durch einen Messerstich in die Herzgegend erstochen zu haben. Laut Anklage habe der schwer gestörte Mann seine Mutter für den Teufel gehalten; um ihn, den Sohn, zu täuschen, habe die Mutter die Gestalt des Rentners angenommen.

Im gesamten Prozess hatte der Angeklagte nicht ein einziges Wort gesagt, auch am Dienstag schwieg er. Nach Ende der Verhandlung traten seine Eltern auf ihn zu, die Mutter hielt seine Hand, der Vater tätschelte die Schulter. Dann wurde er in Handschellen abgeführt, zurück in die Psychiatrie.

fra

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