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Prozess um Messerstiche: Angeklagter belastet das Opfer

Wolfsburg Prozess um Messerstiche: Angeklagter belastet das Opfer

Wegen versuchten Mordes muss sich ein Wolfsburger (35) seit gestern vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte streitet alles ab: Seine damalige Lebensgefährtin (40) habe sich die lebensgefährlichen Schnittverletzungen selbst zugefügt, ließ er erklären.

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Prozess um versuchten Mord: Der Angeklagte mit seiner Verteidigerin Antje Heister (l.) und der Dolmetscherin.

Ausnahmslose Personenkontrollen, Beamte in schusssicheren Westen, fünf Justizwachtmeister als Aufpasser im Schwurgerichtssaal - für den Prozess gegen den angeklagten Italiener hat das Landgericht Sicherheitsstufe eins angeordnet. Aus Justizkreisen hieß es, man habe im Vorfeld entsprechende Hinweise erhalten. Aber am gestrigen ersten Prozesstag blieb alles ruhig.

Der 35-Jährige muss sich wegen versuchten Mordes und Vergewaltigung an seiner damaligen Lebensgefährtin (40) verantworten. Am 2. April habe er die Frau in der gemeinsamen Wohnung am Berliner Ring nach einem Streit erst übel zusammengeschlagen und vergewaltigt. Schließlich habe er seinem Opfer mit einem Brotmesser und zwei Scheren zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen zugefügt, unter anderem am Hals. Danach habe sich der Mann selbst schwere Verletzungen zugefügt. Der Angeklagte streitet die Vorwürfe ab.

Ein Gerichtsmediziner hatte die Verletzungen des Paares am Tag nach der Tat begutachtet. Die Verletzungen am Hals der Frau seien „potentiell lebensgefährlich“ gewesen, sagte der Gutachter aus. Ob sie sich diese selbst zugefügt habe, könne er aber nicht mit Gewissheit ausschließen. Worin er sich allerdings sicher war: Die „oberflächlichen und kratzerartigen“ Verletzungen am Hals des Angeklagten würden zum erfahrungsgemäßen Muster bei einer Selbstverletzung passen.

Der Prozess wird fortgesetzt.

fra

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