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Stadt Wolfsburg Prozess mit starker Polizeibewachung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Prozess mit starker Polizeibewachung
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23:59 26.06.2018
Amtsgericht: Die beiden Angeklagten (Erster und Dritter von links) mussten sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Quelle: Jörn Graue
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Wolfsburg

Starkes Polizeiaufgebot am Dienstagmorgen im Amtsgericht: Angeklagt waren zwei Wolfsburger, die mutmaßlich zu dem rockerähnlichen Club AKC gehören sollten, wegen gefährlicher Körperverletzung. Am Ende standen ein Freispruch und eine Bewährungsstrafe. Anzeichen für Verbindungen zur Gruppenkriminalität gab es nach Überzeugung des Schöffengerichts nicht.

Die beiden Angeklagten (53 und 26) sollen im Mai 2016 zusammen mit zehn weiteren Personen einen Mitarbeiter (29) einer Kneipe in der Wolfsburger Innenstadt heftig verprügelt haben. „Die beiden Angeklagten kenne ich nicht“, erklärte am Dienstag aber das Opfer im Zeugenstand. Bei der Auseinandersetzung ging es offenbar um zuvor verweigerte Schutzgeldzahlungen. Einige Angreifer sollen AKC-Kutten getragen haben.

Unbekannter hatte Schutzgeld-Erpressung angekündigt

Der 29-Jährige berichtete, dass ihn ein weiterer Mann mit den Worten „Mein Boss schickt mich“ im Vorfeld aufgesucht und die Erpressung von Schutzgeld angekündigt hätte. Daraufhin habe der Gastro-Mitarbeiter ihn nach einer körperlichen Auseinandersetzung hinausgeworfen.

Zu der Frage des Richters, ob er Mitglied in einer Gruppierung wie AKC oder Hells Angels sei, erklärte der 26-Jährige knapp, dass er gar keiner Gruppierung angehöre.

Weitere Vorwürfe gegen 26-jährigen Angeklagten

Der Jüngere musste sich zusätzlich wegen Betrugs vor dem Schöffengericht verantworten. Er soll sich unter Vorlage falscher Gehaltsabrechnungen einen Kredit über 40.000 Euro bei einer Bank erschlichen haben. Der Angeklagte bekräftige seinen Willen, das Geld zurückzuzahlen.

Ferner soll er ebenfalls im Mai 2016 einen guten Freund, der laut seiner Aussage „wie ein Bruder für mich war“, nach einem vorangegangenen Streit mit zwei Mittätern heftig körperlich attackiert und dabei auch gegen den Kopf des Opfers getreten haben. „Ich hatte einen Blackout und habe nicht realisiert, was passiert ist“, erklärte der Wolfsburger. „Ich habe zu Gott gebetet, dass er nicht stirbt.“

Einmal Bewährung, einmal Freispruch

Das Gericht verurteilte den 26-Jährigen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung. Zusätzlich muss er 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Den 53-Jährigen sprach das Gericht vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung frei.

Von Jörn Graue

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