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Prozess gegen IS-Kämpfer aus Wolfsburg

Wolfsburg Prozess gegen IS-Kämpfer aus Wolfsburg

Nun hat auch der zweite Angeklagte gesprochen. Am dritten Prozesstag am heutigen Montag gegen die beiden mutmaßlichen Wolfsburger IS-Kämpfer hat Ebrahim H.B. (26) erklärt, warum er nach Syrien gereist sei: Eigentlich nur, weil alle seine Freunde bereits vor ihm gefahren seien.

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Der Angeklagte Ayoub B.

An einem halten Ayoub B. (27) und Ebrahim H.B. im Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle eisern fest: Mit dem IS hätten sie eigentlich gar nichts zu tun, um zum Kämpfen seien sie erst recht nicht ins Kriegsgebiet gereist. Ayoub B. hatte bereits mehrfach erklärt, er sei lediglich zum Studium des Islam nach Syrien gefahren - auch bei bohrenden Nachfragen der Oberstaatsanwältin gestern blieb er bei seiner Behauptung.

Ebrahim H. B., der mit Ayoub B. gemeinsam im Mai 2014 nach Syrien und in den Irak aufgebrochen war, habe dies eigentlich nur getan, um insbesondere vor familiären Problemen in Wolfsburg wegzulaufen - und weil eben alle seine Freunde aus der Gruppe in der Ditib-Mosche bereits vor ihm gefahren seien (siehe Seite 11). Er sei weder Salafist noch sonderlich religiös: „Bis heute kann ich nicht richtig beten.“

Vor den Terroristen des Islamischen Staats, so stellen es beide Angeklagten dar, fürchteten sie sich bis heute. „Ich mache mir Sorgen, dass einer der Dschihad an meiner Familie ausübt“, sagt Ayoub B. Und der mitangeklagte Ebrahim H. B. sieht in den den IS-Leuten „echte Profis. Die wussten von meiner SPD-Mitgliedschaft und haben plötzlich gesagt: Du glaubst wohl an Demokratie.“ Das allein hätte ausreichen können, ihn als Spion zu verdächtigen und hinzurichten. Nur weil er sich auf den angesehenen Wolfsburger IS-Werber berufen konnte, sei er heute noch am Leben.

fra

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