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Prozess: Handwerker mit dem Tod bedroht?

Wolfsburg Prozess: Handwerker mit dem Tod bedroht?

Es klingt wie aus einem Gangster-Film: Vier Wolfsburger (28/28/34/35) sollen einen 50-jährigen Handwerker festgehalten und sogar mit dem Tode bedroht haben. Die Männer mussten sich gestern unter anderem wegen versuchter räuberischer Erpressung vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts verantworten.

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Die vier Wolfsburger hatten im vergangenen Jahr den 50-jährigen Stuckateur aus Ostwestfalen angeheuert, um zwei gewerbliche Bauaufträge an der Rothenfelder Straße und der Röntgenstraße zu übernehmen. Dann kam es zum Bruch: Der Handwerker arbeitete den Auftraggebern nicht schnell genug. Der Mann sah das anders - er forderte weiteres Geld und stellte die Arbeiten an der Rothenfelder Straße ein.

Dort eskalierte auch der Streit: Der 50-jährige traf sich am 18. März mit den Angeklagten. Das Opfer berichtete gestern von einer bedrohlichen Kulisse. Neben den vier Wolfsburgern sollen vier weitere Männer dabei gewesen sein.

Sie hätten von innen die Tür verriegelt und ihn an der Flucht gehindert. Die Forderung: Der Handwerker sollte den Bau auf eigene Kosten fertigstellen und sogar 10.000 Euro zahlen. Ein Unbekannter soll ihn geschlagen haben, ein weiterer habe ihn mit dem Tode bedroht. „Sie sagten, wir kriegen dich überall.“

Da die Angeklagten keine Aussage machten und ein Zeuge nicht erschien, wurde der Prozess allerdings gegen Auflage eingestellt. Die vier Männer müssen je 750 Euro zahlen.

rpf

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