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Stadt Wolfsburg Prozess-Auftakt: Nachbarin fast totgeschlagen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Prozess-Auftakt: Nachbarin fast totgeschlagen
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23:00 04.02.2016
Zeigte kaum Reue: Der Wolfsburger (l.), der seine Nachbarin mit einem Metallrohr fast totgeschlagen hat, hält das Opfer weiterhin für eine Hexe, die ihn umbringen wollte. Quelle: Photowerk (kau)
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„Ich wollte sie nicht umbringen, ich war nur wütend“, sagte der Angeklagte. Seit 1996 lebte der gebürtige Italiener in der Nordstadt, fühlte sich wohl. Auch als die 69-Jährige in die Nachbarwohnung zog, war noch alles gut. Doch Ende Juli 2011 habe er ihr 30 Euro geliehen - und habe das Geld viel später als versprochen zurückbekommen. Es kam zum Streit. Geredet hätten die beiden nicht mehr miteinander - aber auf einmal spürte der Angeklagte nachts ein seltsames Kribbeln in den Beinen. „Ich konnte vier Jahre nicht schlafen“, betonte er. Die Schuld trage die 69-Jährige, sie habe ihm nachts auch Besuche abgestattet und ihn töten wollen. „Gesehen habe ich sie nie, aber ich habe die Bewegung am Fußende meines Bettes gespürt!“

Am 25. September eskalierte die Situation: Die 69-Jährige wartete vor der Haustür. „Ich wusste, das ist eine Falle“, sagte der Angeklagte. Er holte eine schwere Lenkradsperre aus seinem Auto und schlug damit auf die Frau ein. Sie erlitt Brüche im Bereich des Gesichtsschädels, kam auf die Intensivstation.

Auf die Frage des Richters, ob er seine Tat bereue, sagte der 80-Jährige, der in der psychiatrischen Klinik Königslutter untergebracht ist: „Natürlich tut es mir leid, wie es gelaufen ist. Aber ihr geht es besser als mir. Sie ist jetzt wieder gesund, ich nicht.“ Das Urteil soll am 11. Februar fallen.

kau

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