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Stadt Wolfsburg Protest gegen Rechts stand auf der Agenda
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Protest gegen Rechts stand auf der Agenda
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20:02 01.05.2018
Die Reihen fest geschlossen: An der Spitze marschierten DGB und IG Metall mit SPD und Linke, Osterloh und Mohrs. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Der Demo-Zug, der immer am 1. Mai vom Gewerkschaftshaus zum Rathausplatz in Wolfsburg marschiert, war schon mal länger – doch die Veranstalter waren zufrieden. Nach ihren Schätzungen waren 1200 Menschen auf den Straßen und 3500 vor der Bühne mit dabei.

Hartwig Erb wettert gegen die AfD

Sie alle sprachen sich am Tag der Arbeit solidarisch für Vielfalt und Gerechtigkeit aus. Auf der Bühne spielte Protest der IG Metall gegen Rechts eine große Rolle. Hartwig Erb wetterte lautstark gegen die AfD und forderte Gewerkschaftsmitglieder auf „zurück zur Mitte“ zu kommen. Einen Grund für den Rechtsruck sieht er darin, dass die Regierungsparteien keine befriedigende „Antwort auf die soziale Frage“ liefern.

Birgit Dietze fordert politische Konzepte

Hauptrednerin Birgit Dietze grüßte Demonstranten gegen Rechts „in Chemnitz, Erfurt, Berlin und anderswo“ und betonte: „Der 1. Mai gehört den Gewerkschaften.“ Die seien wichtig, um gute Tarife zu erstreiten und den freien Markt zu zähmen, erinnerte sie. Als größte Herausforderungen in den heute „stürmischen Zeiten“ bezeichnete Dietze neben Frieden in der Welt Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung. Elektromobilität sei für die Automobilwirtschaft „die einzig richtige Antwort“, die Politik müsse parallel ein Konzept für Klimaschutz und Energiewandel vorlegen, das auch Beschäftigung sichert.

3500 Menschen kamen am Dienstag zur Mai-Kundgebung von IG Metall und DGB auf dem Rathausplatz. Hier einige Impressionen.

Viel Neues gab es tatsächlich aber nicht, der Applaus klang pflichtschuldig. Klaus Kunz aus Rühen hörte nicht nur zu, er kommentierte – und wünschte sich mehr Tatkraft: „Das alles ist richtig, aber es spiegelt sich nicht in der Tagespolitik der Gewerkschaften wieder.“

Integration geht durch den Magen

Weitere gesellschaftliche Themen griffen Info-Stände am Rande auf: Atomkraft in Schacht Konrad, Integration von Schwerbehinderten und Kinderbetreuung zum Beispiel. Zudem gab’s Spezialitäten aus der türkischen, italienischen und tunesischen Küche. Integration funktioniert über den Magen offenbar gut.

SPD und Linke marschierten übrigens in bisher seltener Geschlossenheit mit den Gewerkschafts-Vertretern von IG Metall und DGB an der Spitze des Zuges. Auch Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, reihte sich in diese Gruppe ein. Nur Linken-Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann, die sonst immer mit der Samba-Gruppe trommelte, guckte diesmal zu: Sie hat einen gebrochenen Zeh.

Von Andrea Müller-Kudelka

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