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Stadt Wolfsburg Protest fürs Bewegungsbad bringt Hoffnungsschimmer
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Protest fürs Bewegungsbad bringt Hoffnungsschimmer
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22:17 28.02.2018
„Rettet das Reha-Bad“: Im Klinikum machten sich viele Menschen für das Becken stark. Im Ausschuss (rechts) wurde die Debatte emotional geführt. Quelle: Fotos: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Gut 30 Menschen machten am Mittwoch ihrem Ärger über die geplante Schließung des Bewegungsbades im Klinikum Luft. Direktor Wilken Köster erhielt in der Sitzung des Klinikumsausschusses eine Liste mit 600 Unterschriften für den Erhalt des Beckens, in dem Reha-Angebote stattfinden. Am Ende gingen die Bürger mit einem Hoffnungsschimmer.

Der 28. Februar 2019 war bislang als Schließungstag für das sanierungsbedürftige Bewegungsbecken angesetzt, das an eine Reha-Einrichtung vermietet ist (WAZ berichtete). Dieses Datum steht so nun nicht mehr. Klinikumsdirektor Köster: „Wir wollen das Bad über den 28. Februar 2019 hinaus erhalten, so lange, wie die Technik hält.“

Volles Haus: Selten war ein Ausschuss so gut besucht wie derjenige am Mittwoch im Klinikum. Quelle: Gero Gerewitz

Das freute viele Anwesende, trotzdem blieb die Frage: Warum nehmen das Klinikum oder die Stadt als Trägerin nicht 700.000 Euro in die Hand und reparieren alles? Köster und Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) erklärten, man habe den Auftrag der medizinischen Versorgung der Menschen, dafür gebe es das Klinikum. Und, so Mohrs: „Das Klinikum ist chronisch unterfinanziert.“ Da das Geld erheblich knapper als früher sei, müsse man genau schauen, wo man investiere. „Und Reha ist nicht die Aufgabe eines Klinikums.“ Chefarzt Dr. Wolfgang Klein warnte sogar davor, zweckgebundenes öffentliches Geld in andere Maßnahmen zu stecken: „Das wäre Veruntreuung.“

Die Besucher hörten die Argumente, hielten aber ihre eigene Situation gegen. Die anderen Bäder seien nicht für Reha-Angebote ausgelegt, das Schwefelbad in Fallersleben überbelegt. Genau dort, so Köster, richte man für die Betroffenen aber neue Angebote ein. Früh morgens, nachmittags und bald auch abends.

Mohrs wiederholte mehrfach, Sanierung und Unterhaltung eines Reha-Beckens „ist nicht unsere Aufgabe“. Eine Frau rief: „Aber Ihre Verantwortung!“ Angesichts der Verzweiflung der Menschen mit Altersgebrechen, Verletzungen oder Behinderungen sagte Frank Richter (Grüne): „Vielleicht sollten wir uns lieber so etwas leisten und gucken, was man stattdessen streichen kann.“ Noch ist der städtische Haushalt 2018 nicht verabschiedet. Derweil wollen die Bürger nach Investoren suchen, die ihrerseits die Sanierungskosten tragen.

Von Kevin Nobs

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