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Stadt Wolfsburg Probleme auf Friedhöfen: Zu langer Verwesungsprozess
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Probleme auf Friedhöfen: Zu langer Verwesungsprozess
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19:00 03.05.2017
Grabsteine auf einem Friedhof: Die Stadt ändert ihre Friedhofssatzung, weil es auf einigen Anlagen Probleme gibt - Verwesungsprozesse dauern zu lange. Quelle: Archiv
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Wolfsburg

Folge: Erdbestattungen sind dort künftig nur noch unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich - Bodenaufbereitung bei der Grabverfüllung, biologisch abbaubare Särge und keine Grabplatten mehr.

Betroffen sind die Friedhöfe in Ehmen (Brunsroder Straße und Mörser Straße), der alte Friedhofsteil in Hehlingen sowie große Teile in Fallersleben. Erste Folge laut neuer Friedhofssatzung, die ab dem Sommer gelten soll: Um Fallersleben zu entlasten, sollen Bürger aus Detmerode und Westhagen nicht mehr dort, sondern auf Nord- und Waldfriedhof bestattet werden.

Zudem müssen laut einem Gutachten auf den betroffenen Friedhöfen auch „die Rahmenbedingungen für die Leichenverwesung“ verändert werden, „tiefgreifende Veränderungen der Bodenstruktur durchgeführt werden.“ Stadt-Sprecher Ralf Schmidt kann allerdings beruhigen: „Das gilt ausschließlich für künftige Bestattungen.“ Um eine Vernässung der Zersetzungszone zu verhindern, muss beispielsweise rund um den Sarg ein grobes Sand-Kies-Gemisch eingebracht werden. Verdichtungen mit Rüttelplatte oder Baggerschaufel sind künftig untersagt.

Grabplatten werden dort fortan auch nicht mehr zugelassen - sie verhindern zusätzlich den Luftaustausch und verlängern Verwesungsprozesse ums doppelte. Bestehende Platten dürfen allerdings liegen bleiben. Und: Auf allen Wolfsburger Friedhöfen müssen Särge und Auskleidungen künftig beispielsweise biologisch abbaubar sein und dürfen die chemische Beschaffenheit des Bodens nicht verändern - über diese Vorschriften der neuen Friedhofssatzung seien die ansässigen Bestattungsunternehmen aber informiert, sagt die Stadt.

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