Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
„Pro Bahn“ fordert mehr ICE-Stopps in Wolfsburg

Ganz Deutschland lacht über die erneute Panne: „Pro Bahn“ fordert mehr ICE-Stopps in Wolfsburg

Und es ist wieder passiert: Ein ICE der Deutschen Bahn verpasste seinen Stopp in Wolfsburg. Die Bahn entschuldigt sich für die Panne – nicht die erste. Und ganz Deutschland lacht.

Voriger Artikel
Wolfsburger Mexikaner feierten „Tag der Toten“
Nächster Artikel
Mit gutem Grund Pflicht für alle Halter: Hunde-Führerschein

Pannenserie: Am Sonntag verpasste wieder einmal ein ICE den Halt in Wolfsburg.
 

Quelle: Archiv

Stadtmitte.  Ganz Deutschland lacht über die Deutsche Bahn. Schon wieder ist am Sonntag ein ICE ohne Halt durch Wolfsburg gerauscht (WAZ berichtete exklusiv). Die Panne fand Montag bundesweit Beachtung, auch Medien wie „Spiegel-Online“ griffen das Thema auf. Die Bahn entschuldigt sich für die Panne, die mittlerweile fast lästige Tradition ist.

„Wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten, die sie durch den ausgelassene Halt in Wolfsburg hatten“, sagt eine Bahnsprecherin. Es werde derzeit geklärt, warum der Zug am Sonntagmittag nicht in der VW-Stadt hielt. „Das versehentliche Auslassen eines Halts ist eine Ausnahme“, betont sie. Trotzdem werte die Bahn jeden einzelnen Fall aus und treffe „alle möglichen Vorkehrungen, damit solche Fälle in Zukunft nicht mehr vorkommen“.

Das hofft auch der frisch gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs. „Man muss der Bahn ein Signal geben, dass es so nicht weitergehen kann.“ Solche Pannen seien nicht zu akzeptieren. Erst im September hatte die Deutsche Bahn den fahrplanmäßigen Halt in Wolfsburg verpasst, davor zuletzt Ende 2016 und im Jahr 2011 sogar dreimal binnen kurzer Zeit.

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hat eine Lösung: Er schlägt häufigere Stopps in Wolfsburg vor. „Jeder Zug von und nach Berlin sollte in Wolfsburg halten“, sagt „Pro Bahn“-Sprecher Karl-Peter Naumann. „Der menschliche Fehler passiert nur, wenn unklar ist, ob die VW-Stadt Zwischenhalt ist.“

Die Fahrgäste des ICE, der am Sonntag an Wolfsburg vorbeifuhr, hätten schon in Höhe Sülfeld bemerkt, dass der Zug zu schnell unterwegs war und es deshalb gar nicht mehr schaffe zu halten. Deshalb seien sie durch den Zug gelaufen, um einen Zugbegleiter zu informieren, erzählt Andreas Mundt. Seine Ehefrau Sylvia gehörte zu dieser Gruppe. „Der Gruppe ist es zu verdanken, dass der Zug nicht erst in Berlin-Spandau hielt, sondern bereits in Stendal.“ Und noch etwas stört Mundt: Er hatte in Wolfsburg am Bahnhof auf seine Frau gewartet, die Durchsage, dass der ICE halte, kam auch, aber der Zug hielt nicht. Erst am Info-Schalter habe er die ziemlich unfreundliche Auskunft bekommen, der ICE habe den Halt doch verpasst, nächster Halt sei Berlin, obwohl der Zug bereits in Stendal hielt.

Von Sylvia Telge

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr