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Poststraße: Jetzt häufiger brenzlige Begegnungen

Veränderte Verkehrsführung Poststraße: Jetzt häufiger brenzlige Begegnungen

Vielleicht sind es nur Kinderkrankheiten – aber dass es in der Poststraße seit Ende der Umbaumaßnahmen immerhäufiger zu Beinahe-Unfällen kommt, macht Bürgern und Politikern der CDU Sorge. Die Stadtverwaltung sieht vorerst keinen Handlungsbedarf.

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Veränderte Verkehrsführung: Noch immer ordnen sich viele Autofahrer beim Abbiegen links ein – doch in der Poststraße gibt’s jetzt Begegnungsverkehr.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Viel Lob gibt’s für die neugestaltete Poststraße – und ein großes Aber: Die Verkehrsführung sei nicht deutlich gekennzeichnet, kritisieren Bürger und die CDU.

„Die Baumaßnahme hat sich gelohnt, auch wenn die Bürgersteige sehr breit und die Straße schmal ist“, findet Marcus Hertzsch. „Wenn die Pflanzen im Frühjahr wachsen, wird es richtig schön“, glaubt Domenica Borm. Genau wie Silvia Kösters beobachten die beiden aber immer wieder brenzlige Situationen auf der Straße – weil viele Autofahrer nicht registrieren, dass es jetzt Begegnungsverkehr gibt.

„Es ist oft haarscharf“, sagt Kösters. Autos parken nicht nur entgegen der Fahrtrichtung auf der falschen Seite, sie werden vor allem beim Linksabbiegen auf den Schachtweg auf die Gegenfahrbahn gelenkt.

Eine deutlich sichtbare Markierung auf der Fahrbahn könnte drohende Unfälle verhindern, schlägt die CDU-Fraktion vor. Außerdem sei es reichlich dunkel, stellten die Politiker bei einem Ortstermin fest – und schlagen vor, die Winterbeleuchtung ins Handwerkerviertel auszudehnen. Anlieger und Eigentümer seinen jetzt zudem gefragt, mit eigenem Engagement zur positiven Entwicklung beizutragen. Damit die Wirtschaft noch stärker angekurbelt wird, müssten allerdings dringend mehr Parkplätze her.

Die Verwaltung reagiert gelinde gesagt zurückhaltend auf die Vorschläge. „In der Poststraße sind genauso viele Parkplätze wie dort vorher vorhanden waren. Das war das Planungsziel – welches vorab mit Vertretern der Eigentümer, Gewerbetreibenden, mit Fachleuten der Verwaltung, Ortspolitikern und Interessierten diskutiert wurde“, so Sprecher Ralf Schmidt. Den verwirrten Autofahrern müsse man einfach nur noch etwas mehr Zeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen. „Die Beschilderung ist eindeutig und das Tempo mit 30 km/h niedrig angesetzt.“ Auch dieses Limit ist übrigens neu und deshalb wohl noch nicht verinnerlicht. Unfälle seien bisher aber nicht bekannt, so Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

Von Andrea Müller-Kudelka

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