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Stadt Wolfsburg Polizisten beleidigt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Polizisten beleidigt
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23:55 29.10.2014
Amtsgericht: Ein 19-jähriger Wolfsburger hatte Polizisten beleidigt. Quelle: Photowerk (bb/Archiv)
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Der Angeklagte ist Fan - von Hannover 96.

Am 15. März hatte Hannover 3:0 in Berlin gewonnen, die Stimmung im 96-Zug war prächtig - Bier und Schnaps flossen in Strömen. Völlig enthemmt zeigte der 19-Jährige aus heiterem Himmel mehrfach den Hitlergruß, brüllte „Heil Hitler“ und beleidigte die eingesetzten Bundespolizisten - „Bullenschweine“ war noch einer der harmloseren Ausdrücke.

Vor der Jugendrichterin gab sich der Angeklagte zerknirscht und führte seinen Auftritt auf den Alkohol zurück: „Sonst trinke ich gar keinen Schnaps.“ Zwar habe er einen Blackout, was die Zugfahrt betrifft: „Aber so etwas darf natürlich nicht passieren, das Ganze tut mir leid.“ Ob er sich der rechten Szene zuordne, wollte die Vorsitzende Richterin von ihm wissen. „Überhaupt nicht“, so der 19-Jährige. „Ich verabscheue so etwas total.“

Den Blackout wollte die Staatsanwältin dem jungen Mann nicht abnehmen, zumal zwei Polizisten als Zeugen ihn keineswegs als extrem betrunken in Erinnerung hatten.

Das Urteil: Entschuldigungsbriefe an die beleidigten Polizisten und ein Aufsatz über das Tagebuch der Anne Frank, um sich mit dem Thema Antisemitismus auseinanderzusetzen.

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