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Polizeigewalt? Ermittlungen dürften lange dauern

Wolfsburg Polizeigewalt? Ermittlungen dürften lange dauern

Nach der Vatertagsrandale im Kerksiek (Ehmen) hat mittlerweile die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Die Anzeige gegen einen Polizeibeamten wegen angeblicher Brutalität im Amt sehe man dort als „fast alltäglichen Vorgang“, wie Sprecherin Julia Meyer sagt.

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Mit dem Handy gefilmt: Angeblicher Übergriff auf den 18-Jährigen beim Polizeieinsatz im Kerksiek.

Quelle: Foto: Hensel

200 junge Leute hatten am Vatertagsabend im Kerksiek gefeiert - laut Polizei war viel Alkohol und Aggressivität im Spiel. Nachdem die Beamten Anzeige wegen Widerstand gegen einen 18-Jährigen aus dem Kreis Gifhorn erstattet hatten, drehten der junge Mann und seine Mutter den Spieß um und zeigten einen Beamten an - wegen „Körperverletzung im Amt“.

Natürlich werde man allen Tatvorwürfen nachgehen, sagt Julia Meyer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Einen außergewöhnlichen Fall sieht man bisher aber nicht: „Es kommt öfter vor, dass es nach solchen Einsätzen Gegenanzeigen gegen Beamte gibt.“

Nach Darstellung der Polizei habe es sich um einen Einsatz nach Vorschrift gehandelt. Der 18-Jährige habe die Beamten provoziert, indem er sie mit einem Fußball getunnelt und „olé“ gerufen habe - das räumt selbst die Mutter ein. Dann hätten sich die Beamten angegriffen gefühlt und den 18-Jährigen zu Boden gebracht. Dieser aber habe so heftigen Widerstand geleistet, dass ihm die Polizei zunächst keine Handschellen anlegen konnte. Diese Gegenwehr hätten die Beamten durch kurze Schläge auf einen „medizinischen Druckpunkt“ beendet - laut Polizei eine übliche Zugriffstechnik.

Offizielle Ergebnisse der Prüfung seien frühestens in einigen Wochen zu erwarten, so Meyer.

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Mit dem Handy gefilmt: Angeblicher Übergriff auf den 18-Jährigen beim Polizeieinsatz im Kerksiek.

Die Vatertagsrandale im Kerksiek (Ehmen) hat ein doppeltes Nachspiel. Nicht nur die Polizei hat gegen einen 18-Jährigen ein Verfahren wegen Widerstand eingeleitet - auch die Polizei selbst wurde nun angezeigt. Die Mutter des 18-Jährigen behauptet: „Beamte haben meinen Sohn mit Fäusten geschlagen und getreten.“

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