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Polizeichef Podehl: „Mögliches Fehlverhalten“ gegenüber Krysta

Wolfsburg Polizeichef Podehl: „Mögliches Fehlverhalten“ gegenüber Krysta

Wolfsburg. In die Affäre um den versetzen Wolfsburger Polizeichef Hans-Ulrich Podehl (60) und die Kripo-Chefin Imke Krysta (35) kommt Licht - wenn auch langsam.

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Was passierte hinter den Türen der Polizeiinspektion in der Heßlinger Straße? Polizeipräsident Michael Pientka bestätigte gestern Gerüchte, dass dem langjährigen Wolfsburger Polizeichef Hans-Ulrich Podehl (Foto) ein Fehlverhalten gegenüber Kripochefin Imke Krysta vorgeworfen wird.

Quelle: Boris Baschin

In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bestätigte Polizeipräsident Michael Pientka am Freitag in Braunschweig erstmals mögliche Verfehlungen Podehls gegen Krysta.

Die konkreten Vorwürfe sind aber weiterhin unklar. Im Umgang mit der Affäre räumte er zudem eigene Fehler ein.Gegen ihn und Podehl laufen Disziplinarverfahren. Scharfe Kritik übten am Abend zwei Polizeigewerkschaften.

„Über ein mögliches Fehlverhalten von Herrn Podehl gegenüber Frau Krysta habe ich am 8. Juni Kenntnis erlangt“, sagte Polizeipräsident Pientka gestern vor Journalisten. Auf Nachfrage schilderte er, zunächst habe ein Dritter den Vorwurf gegen Podehl geäußert, daraufhin habe Pientka das Gespräch mit Krysta gesucht - und ihrem Wunsch nach einer vorübergehenden Versetzung nach Braunschweig entsprochen. Podehl wurde erst später versetzt (WAZ berichtete). Pientka gestand ein: „Mit den mir heute vorliegenden Erkenntnissen hätte ich selbst bereits am 8. Juni zu einer anderen Bewertung kommen, ein Disziplinarverfahren einleiten sowie Herrn Podehl vorübergehend von seiner Aufgabe freistellen müssen.“ Krysta hätte dann in Wolfsburg bleiben können.

Welche Vorwürfe genau im Raum stehen, verriet der Polizeipräsident auch gestern nicht. Aus Polizeikreisen ist heißt es jedoch, dem 60-jährigen Podehl werde vorgeworfen, der 35-jährigen Kripochefin massiv nachgestellt zu haben.

Pientka betonte, seine „Fehleinschätzung“ der Situation habe „innerhalb der Polizei, aber auch in der Öffentlichkeit“ zu Spekulationen geführt, die Ursache der Affäre könne bei Krysta liegen. „Das ist jedoch falsch und hierfür entschuldige ich mich“, so der Polizeipräsident. Bei Imke Krysta habe er sich in einem Brief persönlich entschuldigt, er stelle sich „schützend“ vor sie.

Das Disziplinarverfahren gegen Polizeipräsident Pientka werde zwar grundlegend fortgeführt, teilte das Innenministerium mit. Allerdings werde es vorerst ruhen, da nicht ausgeschlossen werden könne, dass gegen Podehl ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wird - die Staatsanwaltschaft Braunschweig ist gebeten worden, den Fall zu prüfen. In diesem Fall hätten die staatsanwaltlichen Ermittlungen Vorrang.

Vor seiner Versetzung nach Hannover stand Podehl in Wolfsburg kurz vor einer Beförderung zum Leitenden Polizeidirektor.

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Braunschweig. Die wichtigste Antwort blieb Polizeipräsident Michael Pientka am Freitag schuldig: Welche konkreten Vergehen gegen Kripochefin Imke Krysta werden Wolfsburgs langjährigem Polizeichef Hans-Ulrich Podehl vorgeworfen?

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