Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Polizei will nach Razzia die Szene am Nordkopf auflösen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Polizei will nach Razzia die Szene am Nordkopf auflösen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 06.09.2018
Razzia am Nordkopf: Mit zahlreichen Einsatzkräften und Fahrzeugen umstellte die Polizei den Brennpunkt-Bereich am Nordkopf. Quelle: Jörn Graue
Wolfsburg

Insgesamt hatten die Einsatzkräfte 98 Personen kontrolliert, Platzverweise und Aufenthaltsverbote erteilt. Für die Polizei war die Razzia allerdings nur der erste Schritt – sie will die Szene am Nordkopf komplett auflösen.

Wolfsburgs Kripo-Chefin Imke Krysta kündigte jetzt an, die verstärkte Polizeipräsenz am Nordkopf fortzusetzen. „Wir werden täglich vor Ort sein und auch weiterhin im Stil von Mittwochabend kontrollieren“, ergänzte Polizeisprecher Sven Marco-Claus.

Die Polizei wollte mit der Razzia auch aufzeigen, dass es in Wolfsburg keine rechtsfreien Räume gibt. Zuletzt seien mehrfach Polizisten attackiert worden. „Das ist nicht hinnehmbar“, sagt Claus. Passanten ausländischer Herkunft hätten sich gegenüber einschreitenden Beamten solidarisiert und die Beamten behindert, bedrängt oder sogar angegriffen.

Bei der Razzia am Mittwoch wurden 13 Passanten mit Handschellen fixiert, um eine mögliche Flucht zu verhindern. Es wurden neun Ermittlungsverfahren wegen Drogenbesitzes und -handel sowie ein Verfahren nach Waffengesetz wegen Mitführens eines Schlagrings eingeleitet.

Zusätzlich stellten Einsatzkräfte ein Fahrrad sicher, da der Verdacht des Diebstahls bestand. Bei der Absuche des Bereichs stellten Beamte in Erdbunkern auf einer Freifläche fünfzehn Konsumeinheiten Marihuana sicher. Durchsucht wurden auch zwei Cafés und eine Spielhalle.

Unterstützung bekam die Wolfsburger Polizei bei durch Bereitschaftspolizisten aus Braunschweig, Göttingen, Hannover und Lüneburg. Zusätzlich kamen Spürhunde zum Einsatz. Hintergrund der Razzia waren die gestiegenen Kriminalitätszahlen, insbesondere was Drogen-, Eigentums- und Gewaltdelikte angeht. Erst vor gut zwei Wochen hatte es am Nordkopf eine Massenschlägerei mit zeitweise mehr als 100 Beteiligten unterschiedlicher Herkunft gegeben. Wiederholt gab es Festnahmen wegen Drogenhandels, auch mit Minderjährigen.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) sagt zur Situation: „Die Stadt Wolfsburg ist bereits im Jahr 2000 mit vielen weiteren Anliegern die Ordnungspartnerschaft Nordkopf eingegangen. Gemeinsam mit der Polizei wird seitdem der Bereich des Nordkopfes mittels Videoüberwachung beobachtet. Über aktuelle Situationen und Maßnahmen gibt es regelmäßig Austausch.“

Von Michael Lieb

Die Fallzahlen steigen: Räderdiebe schlagen in Wolfsburg bereits seit dem vergangenen Jahr immer öfter zu. Laut Polizei haben es die Täter in der Regel auf hochwertige, neuere Autofelgen abgesehen, die pro Stück mehrere Hundert Euro kosten. Und selbst vor Schutzeinrichtungen machen die Räuber nicht halt.

11.09.2018

Die neue Ost-West-Rad-Achse in der Wolfsburger Innenstadt bleibt ein heißes Thema. Die veränderte Beschilderung führt zu Unsicherheiten.

06.09.2018

Im August fand im Ostseebad Sellin auf Rügen, wieder das „Rugia Hoe“, ein Rennen für die großen Outrigger statt. Das sind besondere Kanus mit einem seitlichen Ausleger aus Tahiti. Mit dabei waren zum ersten Mal auch zwei Paddler vom Wolfsburger-Kanu-Club, Sandra Janzen und Frank Münch.

06.09.2018