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Polizei sprengt Mega-Drogendeal in der Garage

Wolfsburg Polizei sprengt Mega-Drogendeal in der Garage

Wegen eines spektakulären Drogendeals in einer Wolfsburger Garage müssen sich seit gestern drei Angeklagte vor dem Landgericht verantworten. Das Urteil soll es nächste Woche geben.

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Andrang auf der Anklagebank: Angeklagte, Verteidiger und Dolmetscher beim Drogenprozess.

Fast 13 Kilogramm Marihuana hatten zwei Kuriere, ein Montenegriner (30) und seine Lebensgefährtin (31) aus Serbien über Österreich nach Deutschland geschmuggelt, eingefädelt hatte den Deal ein in Wolfsburg lebender Serbe (27) - im November nahm die Polizei das Trio bei der Drogenübergabe in einer Garage in Reislingen fest (WAZ berichtete).

Doch so recht fühlte sich keiner der Angeklagten verantwortlich. Ja, räumte der 27-Jährige ein, er habe das Geschäft zwar tatsächlich eingefädelt. Das aber nur, weil ihn ein entfernter Bekannter darum gebeten habe: „Ich konnte einfach nicht Nein sagen.“ Ansonsten habe er mit Drogen nichts am Hut: „Ich habe nie welche konsumiert, gekauft oder verkauft.“ 3000 Euro sollte das Kilo kosten, 800 davon wären die Provision für ihn und einen Mittelsmann in Serbien gewesen. Trotz der Aussicht auf den Reibach: „Das war der größte Fehler meines Lebens.“

Die 31-Jährige beharrte darauf, sie habe von dem illegalen Geschäft nicht einmal etwas geahnt, als sie mit ihrem Lebensgefährten nach Deutschland aufbrach: „Ich wollte eigentlich zu einer Sprachschule nach Berlin, um Deutsch zu lernen“, ließ sie übersetzen. Dass 14 Pakete Marihuana unter den Vordersitzen verstaut waren, habe sie erst kurz vor der Ankunft erfahren.

Ihr Lebenspartner schwieg vor Gericht sicherheitshalber erst einmal komplett. Zuvor allerdings hatte er die Frau, Mutter eines gemeinsamen Kindes, in einer Aussage schwer belastet: Man habe die Kurierfahrt gemeinsam geplant, um Geld für die Operation des kranken Kindes zu verdienen. Alles gelogen, konterte seine Lebensgefährtin - und legte ein Attest vor, nach dem es dem Kind blendend gehe.

fra

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