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Polizei kontrollierte 240 Personen

Tag der Niedersachsen: Polizei kontrollierte 240 Personen

300 Seiten stark war das Sicherheitskonzept zum Niedersachsentag – „das umfassendste, das es je in Wolfsburg gab“, sagt Erster Stadtrat Werner Borcherding im Rahmen der großen Bilanzkonferenz.

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Doppelstreife: Drei Tage lang patrouillierten hunderte Polizisten aus dem ganzen Land auf der und rund um die Festmeile.

Quelle: Tim Schulze

Wolfsburg. Was kaum jemand am Tag der Niedersachsen mitbekam: Die Polizei kontrollierte von Freitag bis Sonntag 240 Personen, klärte ihre Identität – immer dann, wenn „Gefahrensituationen nicht ausgeschlossen werden konnten“, sagt Polizeichef Olaf Gösmann.

Und das sei beispielsweise der Fall gewesen, wenn jemand auffällige Verhaltensweisen an den Tag gelegt, sich beispielsweise lange im Bereich von Straßensperren aufgehalten habe. Zudem habe die Polizei im Vorfeld „einen bestimmten Personenkreis definiert“, der den Beamten bekannt sei und deren Bewegungen an den drei Tagen überprüft worden seien. Dazu zählten die den Behörden Bekannten so genannten „Gefährder“ aus der islamistischen Szene ebenso wie beispielsweise Fußball-Hooligans oder bekannte Gewalttäter – diese Personen hatten die Beamten laut Gösmann sozusagen stets im Blick.

Tag der Niedersachsen

Tag der Niedersachsen: Es gab umfassenden Sperrungen.

Quelle: Ulrich Franke

Am Sicherheitskonzept sei lange und auch bis unmittelbar vor Festbeginn gefeilt worden, sagt Borcherding. Wegen der jüngsten Anschläge mit Lastwagen habe man sich vor ganz neuen Herausforderungen gesehen und möglichst alle Eventualitäten ausschließen wollen. Und das, „ohne dass es zu abschreckend wirkt“, sagt Polizeichef Gösmann. Die Straßensperren mit Big Bags und schweren Fahrzeugen hätten mit Sicherheit verträglicher gewirkt, „als es beispielsweise Betonwände gewesen wären“. Die Sicherheitsvorkehrungen hätten aus seiner Sicht sicherlich „einen massiven Eindruck“ erzeugt, das Fest aber nicht dominiert.

Passiert war unterm Strich – zum Glück – nichts. Wohl auch ein Ergebnis der laut Gösmann „hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadt“.

Von Ulrich Franke

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