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Polizei jagt Autodieb: Mit 240 km/h über die Autobahn

Konzertierte Aktion Polizei jagt Autodieb: Mit 240 km/h über die Autobahn

Eine Nacht lang machte die Polizei rund um Wolfsburg gezielt Jagd auf potentielle Fahrzeugdiebe. Fast hätten die Fahnder nach wilder Verfolgung den Fahrer eines gestohlenen BMW geschnappt – doch nach einem Unfall konnte der Mann türmen.

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Totalschaden: Der mutmaßliche Dieb setzte diesen BMW bei der Flucht vor der Polizei in die Böschung - Schaden 30.000 Euro.

Quelle: Polizei

Wolfsburg. Wolfsburger Beamte waren in der Nacht zu Mittwoch maßgeblich an einer konzertierten regionalen Polizeiaktion gegen Fahrzeugdiebstähle beteiligt. Bilanz: In einem polnischen Bus wurden fünf Insassen aus dem Verkehr gezogen, bevor sie das zahlreich mitgeführte Aufbruchwerkzeug einsetzen konnten. Und nach einer wilden Verfolgungsjagd konnten die Fahnder einen in Hannover gestohlen gestohlenen BMW sicher stellen. Oder vielmehr das, was davon noch übrig war: Der mutmaßliche Dieb hatte das 30.000 Euro teure Fahrzeug bei einem Crash komplett geschrottet, bevor ihm die Flucht gelang.

32 Beamte aus Goslar, Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg waren bei der Aktion im Einsatz auf der Autobahn und Ausweichstrecken, Wolfsburg stellte mit 14 Kräften den Großteil. „Wir hatten hier letztes Jahr 173 Autodiebstähle, im Jahr davor 233“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus zum Hintergrund der Aktion. Die Streifen mischten sich der Autobahn 2 und Ausweichstrecken unter den Verkehr, hielten nach verdächtigen Fahrzeugen Ausschau. Ein VW-Bus mit polnischen Kennzeichen fiel für die Fahnder in diese Kategorie, wohl nicht zu Unrecht. Zwar mussten die fünf Insassen nach der Personalienfeststellung wieder auf freien Fuß gesetzt werden; sicher gestellt wurde allerdings reichlich Werkzeug, das aus Sicht der Polizei wohl zu Einbruchszwecken dienen sollte.

Als die Fahnder auf der A 2 einen BMW kontrollieren wollte, gab der Fahrer Gas und raste mit bis zu 240 Stundenkilometern in Richtung Magdeburg. Bei Eilsleben wollte der Fahrer die Autobahn verlasen, raste aber in die Böschung – an dem Wagen, der zuvor in Hannover gestohlen worden war, entstand Totalschaden in Höhe von 30.000 Euro. Der Fahrer konnte flüchten; aufgrund der diesigen Sicht konnte kein Hubschrauber eingesetzt werden. „Die Ermittlungen dauern an“, sagt Polizeisprecher Claus.

Von Ulrich Franke

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