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Polizei fahndet nach Laufvogel: Wer vermisst seinen Emu?

Viele Sichtungen Polizei fahndet nach Laufvogel: Wer vermisst seinen Emu?

Ungewöhnliche Fahndung der Polizei: Die Beamten suchen nach einem großen Laufvogel. Immer mehr Bürger im Wolfsburger Umland wollen einen Emu oder Nandu gesichtet haben, der vermutlich irgendwo ausgebüxt ist.

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Wer vermisst einen großen Laufvogel? Im Umland von Wolfsburg häufen sich Hinweise auf einen freilaufenden Nandu (l.) oder Emu..
 

Quelle: dpa

Wolfsburg.  Ziemlich viele Menschen im Wolfsburger Umland haben offenbar einen ziemlich großen Vogel – gesehen. Bei Polizei und Behörden mehren sich Hinweise auf einen frei laufenden Emu oder Nandu, beides flugunfähige Großvögel wie der bekanntere Strauß. Die Polizei fahndet nun offiziell nach dem Tier und seinem Besitzer – und ruft die Bevölkerung um Mithilfe auf.

Ob in Klein Sisbeck, Bisdorf oder Grasleben – seit Wochen trauen Menschen im ersten Moment ihren eigenen Augen nicht, wenn sie von dem Laufvogel überholt werden. „Seit drei Wochen gehen bei uns Hinweise auf einen Emu ein“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus; die Polizei in Velpke startete nun einen offiziellen Fahndungsaufruf. Gesucht werden der Besitzer, sein Tier oder weitere Zeugen. Und diese sollten sich sofort melden, wenn sie dem Vogel begegnen. „Möglichst das Tier im Blick behalten und uns den aktuellen Standort durchgeben“, sagt Claus. „Vielleicht können wir ja eine Art Lasso-Aktion starten.“

Ein Strauß ist es nicht

Dass es kein Strauß ist, darin waren sich alle bisherigen Hinweisgeber einig. Ob Emu oder der etwas kleinere Nandu, darüber wird noch gerätselt. „Bei uns hat der Amtsveterinär nachgefragt, ob ein Nandu fehlt“, sagt Georg Wilhelm vom Tierpark Essehof – fehlt aber nicht. In dem Fall soll das Tier in Grasleben gesichtet worden sein, in Klein Sisbeck glauben die Einwohner eher an einen Emu. „Beides denkbar“, sagt Wilhelm.

Und wo könnte das Tier herkommen? Der Experte: „Wanderzirkusse halten sie, aber auch Privatleute. Die zeigen das aber nicht unbedingt an.“ Dass so ein Tier ausbüchst, ist für ihn auch nichts Ungewöhnliches: „Bei Stress springen die über einen hohen Zaun und sind ratz-fatz weg.“ Die gute Nachricht: Egal ob Emu oder Nandu, die Gras- und Körnerfresser könnten auch bei uns in freier Wildbahn überleben, seien sogar relativ winterhart. Die schlechte Nachricht: Eigentlich seien die Tiere nicht gefährlich – „aber ganz ordentlich zutreten können sie schon.“

Von Ulrich Franke

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