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Pokémon-Jäger klettern auf Porsche-Pavillon

Wolfsburg Pokémon-Jäger klettern auf Porsche-Pavillon

Wolfsburg. Das neue Handy-Spiel „Pokémon Go“ sorgt für Ärger - und kann gefährlich werden. Spieler, die auf der virtuellen Jagd nach Monstern sind, haben auch in Wolfsburg die Polizei auf den Plan gerufen. Anwohner hielten Handy-Spieler für Einbrecher. Und in der Autostadt kletterten Jugendliche auf einen Pavillon, um per Handy ein Pokémon zu fangen.

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So geht‘s: Mit dem Handy werden die virtuellen Monster in der realen Welt eingefangen.

Quelle: Archiv

Bei „Pokémon Go“ folgt der Spieler auf einer Landkarte, die seiner tatsächlichen Umgebung entspricht, und versucht, virtuelle Monster auf dem Display zu fangen. Einige Spieler machen dann auch keinen Halt vor Absperrungen oder Öffnungszeiten. Im Tiergehege am Klieversberg kletterten Jugendliche über den Zaun und richteten Schäden an. „Das ist Hausfriedensbruch“, ärgert sich Matthias Presia , Sprecher des Fördervereins.

Skurril: In der Autostadt kletterten zwei Jugendliche auf den Porsche-Pavillon, um die virtuellen Monster zu fangen. Doch das gehe zu weit. „Aus Sicherheitsgründen können wir das nicht zulassen“, sagt Sprecher Tobias Riepe. Ansonsten seien die Pokémon-Jäger willkommen. Die Autostadt-Piazza ist in dem Spiel eine Arena, in dem die Pokémons der Spieler gegeneinander antreten können. Deshalb tummeln sich dort besonders viele Spieler.

Offenbar bereitet es den zumeist jungen Handy-Spielern auch große Freude, in den Abendstunden unterwegs zu sein. „Wir hatten schon Anrufe von Anwohnern, die glaubten, Einbrecher ums Haus schleichen zu sehen“, sagt Polizeisprecher Thomas Figge. Diese entpuppten sich als Pokémon-Jäger.

Auch im Klinikum sind Spieler unterwegs, noch werden sie geduldet. „Sollte es zunehmen, werden wir dem Ganzen einen Riegel vorschieben. Patientenruhe und Sicherheit gehen vor“, so Klinikumsdirektor Wilken Köster.

Die Stadtverwaltung appelliert an alle Nutzer, „auf sensible öffentliche Bereiche wie Friedhöfe oder Klinikum Rücksicht zu nehmen“, sagt StadtSprecherin Elke Wichmann.

Zahlreiche Holocaust-Gedenkstätten weltweit haben die Spiel-Entwickler bereits gebeten, ihre GPS-Daten aus dem Spiel entfernen zu lassen - eine Pokémon-Jagd auf Mahnmalen sei völlig unangebracht.

jes

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