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Podehl soll Kripo-Chefin „mit Nachrichten bombardiert“ haben

Wolfsburg Podehl soll Kripo-Chefin „mit Nachrichten bombardiert“ haben

Wolfsburg. Über die Wolfsburger Polizei-Affäre werden immer mehr Details bekannt. So soll eine bislang nicht genannte Beamtin aus der Polizeiinspektion Wolfsburg den Stein ins Rollen gebracht haben.

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Neue Details zur Affäre bei der Wolfsburger Polizei: Polizeichef Hans-Ulrich Podehl soll Kripo-Chefin Imke Krysta „mit seinen Nachrichten geradezu bombardiert“ haben, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Quelle: Roland Hermstein

Der Hinweis der Beamtin soll zu den Ermittlungen gegen den versetzten Polizeichef Hans-Ulrich Podehl und gegen Polizeipräsident Michael Pientka geführt haben. Das schreibt der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe.

Bekannt war bislang, dass Kripochefin Imke Krysta (35)eigenständig um ihre zeitweilige Versetzung gebeten hatte, und dass gegen Podehl (60)ermittelt wird. Die Verbindung zwischen beiden Personalien bestätigte vergangene Woche erstmals Staatssekretär Stephan Manke aus dem Innenministerium: Podehl soll Krysta nachgestellt haben (WAZ berichtete), ermittelt wird wegen des „Stalking“-Paragrafen 238.

Unter der Schlagzeile „Aufdringlich“ berichtet der „Spiegel“, dass die Leiterin eines Unterreferats bei der Wolfsburger Polizei den Stein ins Rollen gebracht habe, nachdem Krysta versetzt wurde. Der Polizeidirektorin habe es widerstrebt, dass eine Polizistin sich mutmaßlich wegen ihres Chefs - Podehl - versetzen lässt und diesem sogar eine Beförderung bevorsteht. Daraufhin habe sie eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Innenministerium eingereicht.

Der „Spiegel“ schreibt auch über Ergebnisse aus den laufenden Ermittlungen. So soll der Chat-Verlauf von Podehl und Krysta über den Dienst WhatsApp rund 150 DIN-A4-Seiten umfassen. Der Polizeichef solle seine Untergebene „mit seinen Nachrichten geradezu bombardiert“ haben, heißt es in dem Bericht. Der 60-Jährige habe der passionierten Reiterin viele Fotos geschickt, auch von Pferden. Ob tatsächlich Vergehen nach Paragraf 238 bestehen, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Krysta selbst soll weder Anzeige noch dienstliche Beschwerde erstattet haben.

Der „Spiegel“ nennt auch ein weiteres Detail über Polizeipräsident Pientka, gegen den in der Frage ermittelt wird, ob er nicht früher gegen Podehl hätte vorgehen müssen. In die Kritik war er geraten, als er sich in einer Pressekonferenz bei Krysta entschuldigt hatte. Für Podehls Anwalt war so der Eindruck einer Vorverurteilung seines Mandanten entstanden. In dem Bericht heißt es nun, Pientka habe außerdem in einem Brief an die Mitarbeiter die Namen aller Beteiligten genannt.

Die Vertretung Podehls bis zur Klärung der gesamten Affäre ist unter Dach und Fach.

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