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Stadt Wolfsburg Pilzvergiftung: Mutter (86) und Tochter (57) verstorben
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Pilzvergiftung: Mutter (86) und Tochter (57) verstorben
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12:35 21.10.2013
Wer Pilze sammelt, sollte sehr vorsichtig sein: In Wolfsburg starben jetzt zwei Frauen aus Westhagen, die Knollenblätterpilze aßen. Quelle: Archiv
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Bei den beiden Frauen handelt es sich um Mutter und Tochter. Sie sammelten seit Jahren Pilze im Wolfsburger Wald – wo genau, ist unbekannt. Jetzt kehrten sie von einer Tour zurück und aßen die giftigen Knollenblätterpilze. Die Frauen kamen zur Behandlung ins Wolfsburger Klinikum, doch auch die Ärzte konnten den Opfern nicht mehr helfen. Die 57-jährige Tochter starb kurz darauf in der Medizinischen Hochschule Hannover. Nur vier Tage später erlag auch die Mutter (86) im Wolfsburger Klinikum der toxischen Wirkung der Pilze.

Die Frauen hatten die Pilze vor der Zubereitung getestet. Die aßen ein Stückchen der rohen Pilze, konnten jedoch keine Bitterkeit feststellen. Auch ein zweiter Test, bei der man eine Zwiebel mit den Pilzen anbrät, erbrachte  nichts – bei giftigen Pilzen soll sich die Zwiebel dabei angeblich blau verfärben. Diese Prüfmethoden seien völlig ungeeignet gewesen, erklärte Polizeisprecher Sven-Marco Claus.  „Der Knollenblätterpilz ist der giftigste Pilz in Deutschland“, so Claus weiter. Sammler sollten daher„sehr, sehr sorgfältig“ vorgehen.

Der Verzehr ende laut Experten in den meisten Fällen tödlich. Bei typischen Symptomen einer Pilzvergiftung wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfen sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.
Das Giftinformationszentrum-Nord in Göttingen steht bei allen wichtigen Fragen zu Pilzen rund um die Uhr unter Telefon 0551/19240 zur Verfügung.

rpf

INFO

Giftpilze

Nach den tragischen Todesfällen in Wolfsburg stellt sich mehr denn je die Frage: Wie erkennt man Giftpilze? BUND-Pilzexperte Rainer Stelzer gibt Tipps:

Wie unterscheiden sich giftige Pilze von anderen? Es gibt keine allgemein gültige Unterscheidung zwischen giftigen und essbaren Pilzen. Deshalb müssen sich Sammler intensiv einzelne Unterscheidungsmerkmale einprägen. Auch Hausmittel wie eine Zwiebel, die mitgebraten wird, oder ein Silberlöffel, der angeblich bei giftigen Pilzen anläuft, taugen nicht.

Wie sieht der Knollenblätterpilz aus? Es gibt in Deutschland den Weißen (Kegelhütigen) und den Grünen Knollenblätterpilz. Beide können mit dem Champignon verwechselt werden – sie sind jedoch hochgiftig. Am besten erkennt man sie an ihrer Knolle, die Pilze wachsen wie aus einem Ei aus ihr heraus. Zudem bleiben ihre Lamellen immer weiß – sie verfärben sich nicht dunkel wie beim Champignon.

Wann treten Symptome wie Bauchkrämpfe auf? Die Wirkung des Knollenblätterpilzes setzt erst spät – bis zu zwölf Stunden nach dem Verzehr ein. Sobald die Symptome da sind, sollte man einen Arzt aufsuchen. Zudem sollte man immer beim Pilze-Zubereiten etwas übrig lassen – für eine spätere Bestimmung.

rpf

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