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Pilzopfer: Wird der Fall nie geklärt?

Wolfsburg Pilzopfer: Wird der Fall nie geklärt?

Wird der Fall der toten Pilzsammlerinnen aus Westhagen jemals geklärt? Auch ein halbes Jahr nach dem tragischen Tod der beiden Frauen (57 und 86 Jahre) aus Westhagen tritt die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen auf der Stelle.

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Giftiger Knollenblätterpilz: Offenbar die Todesursache.

Quelle: Z1003 Jens Büttner

Erstaunlich: Die Polizei führt den Fall in ihrer Kriminalstatistik als fahrlässige Tötung, mit dem Zusatz „aufgeklärt“. Das aber aus rein formalen Gründen, Polizeisprecher Sven-Marco Claus: „Sobald wir die Ermittlungen inklusive der Namen möglicher Tatverdächtiger an die Staatsanwaltschaft abgeben, gilt der Vorgang bei uns als geklärt.“

Und mögliche Tatverdächtige, beispielsweise für eine unterlassene Hilfeleistung oder einen ärztlichen Kunstfehler, gibt es viele. Beispielsweise in der Notaufnahme des Wolfsburger Klinikums, wo die Frauen bei ihrem ersten Besuch nach dem Genuss von Giftpilzen wieder nach Hause entlassen wurden - als sie am nächsten Tag wiederkamen, waren Mutter und Tochter nicht mehr zu retten.

Was haben die Frauen in der Notaufnahme konkret angegeben, wer hat mit welcher Giftzentrale telefoniert, was wurde besprochen, wer traf welche (womöglich falschen) Entscheidungen? Staatsanwaltschafts-Sprecherin Birgit Seel: „Manches wird nicht protokolliert, vieles ist nachträglich schwer festzustellen.“ Selbst das Gutachten, das den Genuss von Giftpilzen als Todesursache definitiv bestätigen soll, steht weiter aus. Birgit Seel: „Es sind offenbar komplizierte feingewebliche Untersuchungen erforderlich“ - der Ausgang des Verfahrens erscheint völlig offen.

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