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Pia und Moritz aus Grafhorst laufen für die Trostinsel

Staffellauf im Hasselbachtal Pia und Moritz aus Grafhorst laufen für die Trostinsel

Pia (16) und Moritz (13) aus Grafhorst treten beim Staffelmarathon in Wolfsburg mit dem Hospiz-Team für die Trostinsel an. Die Einrichtung ist für die beiden ein wichtiger Anlaufpunkt – sie trauern um ihren Vater.

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Treten in der Marathon-Staffel an: Moritz und Pia Wehke laufen für die Trostinsel. Leiterin Dagmar Huhnholz (l.) freut das.
 

Quelle: Foto: Boris Baschin

Wolfsburg. Der Wolfsburger Staffelmarathon im Hasselbachtal am Sonntag, 18. Juni, ist eine Gelegenheit für das Hospiz Wolfsburg, für Spenden zu werben. Erstmals sind zwei Jugendliche im Läuferteam, die seit Anfang des Jahres bei der Trostinsel des Hospizvereins Unterstützung finden: Pia (16) und Moritz (13) aus Grafhorst. Ihr Vater starb eine Woche vor Weihnachten an Krebs.

Dagmar Huhnholz leitet die Trostinsel, den Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, die trauern oder mit dem Leid von schwerkranken Familienmitgliedern und Freunden zu kämpfen haben. Huhnholz läuft selbst Marathon und ist Initiatorin der Aktion „Hospiz bewegt“: Seit drei Jahren startet im Hasselbachtal so auch ein zehnköpfiges Staffel-Team mit Hospiz-Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Freunden des Vereins.

Beide spielen eigentlich Fußball

Pia und Moritz gehören diesmal dazu und werden jeweils 4,2 Kilometern zurücklegen. Kondition trainieren beide beim Fußball: Pia spielt beim STV Holzland, Moritz in der JSG Nordkreis. „Ich laufe auch, wenn ich den Kopf frei haben will“, so der 13-Jährige.

Den Kopf frei bekommen – dabei helfen den beiden Aktionen und Gespräche bei der Trostinsel. „Man ist mit seinen Problemen dann nicht so allein“, erläutern die Geschwister. Es könne zwar die Traurigkeit nicht ganz verschwinden lassen. „Aber es lenkt ab“, sagt Pia. Wichtig sei dabei auch, die nahen Angehörigen mit ins Boot zu holen, sagt Dagmar Huhnholz.

Die Mutter ist dankbar

„Ich bin hier die Logistik“, erklärt Christiane Wehke (54), die Mutter der beiden ambitionierten Läufer. Sie trauert natürlich ebenfalls, und sie verlor im Alter von 17 Jahren den eigenen Vater. Die Mitarbeiter im Hospiz hätten ihren Mann kurz vor seinem Tod noch richtig aufgebaut, erzählt sie dankbar. Und als er die Bewilligung der Krankenkasse erhielt, ein bisher nicht frei gegebenes, neues Medikament auszuprobieren, ging es weiter aufwärts. „Sein Tod kam trotz allem schließlich überraschend“, sagt Christiane Wehke.

Von Andrea Müller-Kudelka

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