Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Philosoph: Herkömmliche Autos werden verdrängt

Richard David Precht Philosoph: Herkömmliche Autos werden verdrängt

In 20 bis 25 Jahren wird die Hälfte der Bevölkerung nicht mehr arbeiten - die Thesen, die Richard David Precht in der Autostadt vorträgt, haben es in sich. In der Reihe „Bildungsgespräch“ sprach der Philosoph und Autor („Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?“) am Dienstag mit Journalist Reinhard Kahl über „Die digitale Revolution“.

Voriger Artikel
Stadt startet mit Deckensanierung
Nächster Artikel
Malteser bringen Todkranke an Sehnsuchtsorte

Philosoph im Gespräch: Richard David Precht (r.) sprach in der Autostadt mit Journalist Reinhard Kahl über „Die digitale Revolution“.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Im ausverkauften FreiRaum der Autostadt sagte Precht das Ende der Arbeitsgesellschaft, wie wir sie kennen, voraus. Computer übernähmen zunehmend die Arbeit von Menschen, so der Philosoph. Er sieht darin auch eine Chance: „Maschinen befreien den Menschen von unwürdigen Arbeiten.“

Dennoch nehme die neue Technik den Menschen auch Freiheit: „Neue Maschinen schaffen auch neue Abhängigkeiten.“ Durch Navigationssysteme würden Menschen zum Beispiel die Fähigkeit verlieren, sich zu orientieren.

Vor der Kulisse des VW-Werkes sprach Precht auch über Autos. Er ist sich sicher, dass die Menschen in Zukunft weniger eigene Auto besitzen und dafür Carsharing-Modelle vorherrschend sein werden. Deshalb müssten Autohersteller dann auch weniger Autos und Modelle produzieren. Außerdem kann Precht sich nicht vorstellen, dass autonom fahrende und herkömmliche Autos die Straßen gemeinsam nutzen: „Die Pferdekutschen mussten auch den Autos weichen“.

Precht zeigte mögliche Veränderungen der Lebenswelten und daraus entstehende Chancen und Risiken auf. Mit seinen Thesen sorgte er für viele nachdenkliche, aber auch heitere Momente im Publikum.

mel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg