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Phaeno: Politik fordert genaue Kosten-Angaben

Wolfsburg Phaeno: Politik fordert genaue Kosten-Angaben

Größtmögliche Kostentransparenz bei der Betriebsführung des Phaeno mahnte SPD-Ratsherr Willi Dörr gestern im Kulturausschuss an. Der Mehrbedarf stieg von 156.690 Euro (2012) auf 417.647 Euro für das Jahr 2014 - das sind 166 Prozent!

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Das Phaeno ist Wolfsburg lieb und teuer: Die Betriebskosten sind mehr als doppelt so hoch wie einst im Vertrag gefasst.

„Wir müssen das Phaeno vor einer unsachlichen Kostendebatte schützen“, sagte Dörr. Deshalb müsse man die Gründe erläutern. Stadtrat Thomas Muth und Phaeno-Chef Michel Junge versuchten es: Seit Abschluss des Betriebsführungsvertrags mit der Stadt seien nach und nach mehr Bereiche des Gebäudes freigegeben worden, die gewartet werden müssen. Personal und Material sei teurer, das Gebäude werde schließlich älter und habe 270.000 Besucher pro Jahr. Die 2006 festgelegten 350.000 Euro reichten schon lange nicht mehr aus.

Den Politikern reichte das nicht: Sie wollten wissen, wie sich die insgesamt 800.000 Euro für die Bewirtschaftung pro Jahr zusammensetzen, damit das „nicht wieder ein Thema für Mario Barth wird“, so Dörr in Anspielung auf den TV-Bericht über die teuren Phaeno-Sitzinseln (WAZ berichtete).

„Wenn ich eine Phaeno-Vorlage bekomme, schlage ich schon mit dem Kopf auf der Tischplatte auf“, kommentierte Sandra Straube (PUG) die Verzweiflung angesichts von Kostensteigerungen. Muth betonte, es handele sich um einen kontinuierlichen Anstieg. Und: Es sei sinnvoll, den Vertrag mit dem Phaeno Ende 2015 neu zu fassen.

Einfach abnicken wollte der Ausschuss die Sache aber nicht und reichte die Vorlage an den Finanzausschuss weiter. Bis zur Sitzung dieses Gremiums am 7. Mai soll eine genauere Kostenaufstellung vorliegen.

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