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Stadt Wolfsburg Phaeno: Neue Ausstellung erforscht die „Zeit“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Phaeno: Neue Ausstellung erforscht die „Zeit“
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11:46 15.12.2017
Trickreich: Wer kann den Mondroboter steuern? Der Aufbau simuliert eine realistische Signalverzögerung von 2,8 Sekunden. Quelle: Boris Baschin
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Stadtmitte

Am Freitag startet im Phaeno eine neue Sonderausstellung. Und obwohl ihr Gegenstand an sich unsichtbar und schwer zu fassen ist, gibt es für die Besucher jede Menge zu sehen und auszuprobieren: Es geht rund ums Thema „Zeit“.

Heute eröffnet im Phaeno eine neue Sonderausstellung. Und obwohl ihr Gegenstand an sich unsichtbar und schwer zu fassen ist, gibt es für die Besucher jede Menge zu sehen und auszuprobieren: Es geht rund ums Thema „Zeit“. Hier ein paar Einblicke.

„Zeit unterscheidet sich komplett von unserer sonstigen Lebenswelt“, so Phaeno-Direktor Michel Junge. „Normalerweise können wir uns vor und zurück, nach links und rechts und sogar hoch oder runter bewegen. In der Zeit haben wir aber nur eine Richtung.“ Die Ausstellung solle zeigen, wie man Zeit trotzdem ganz unterschiedlich erfahren kann.

Ausgedehnt zum Beispiel: Bei einem Versuchsaufbau mit Hochgeschwindigkeitskamera können die Besucher sich ansehen, wie eine Mausefalle in Zeitlupe zuschnappt. Möglich machen es die bis zu 9000 Bilder pro Sekunde – da verwischt die Bewegung nicht einmal.

„Die Besucher können auch ihre eigenen Ideen mitbringen und filmen“, sagt Dominik Essing, der die Ausstellung entwickelt hat. „Wir liefern sozusagen die Hardware.“

Auch das Gegenteil, die Zeitraffung, können die Besucher erfahren: In einem Terrarium verfällt seit ein paar Tagen ein toter Igel, Käfer legen nach und nach sein Skelett frei. Mit einem Rädchen kann man sich am Bildschirm durch die Fotoaufnahmen davon bewegen – morbide, aber spannend.

Auch ausgetüftelte Uhrwerke gibt es zu bestaunen. Und wer will, kann versuchen, ein Spielzeugauto durch die Mondlandschaft zu steuern – aber mit 2,8 Sekunden Verzögerung.

Am Freitag um 17 Uhr wird die Ausstellung eröffnet, sie läuft bis zum 3. Februar 2018.

Von Frederike Müller

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