Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Phaeno: Immer noch undicht nach zehn Jahren

Wolfsburg Phaeno: Immer noch undicht nach zehn Jahren

Innenstadt. Seit zehn Jahren kämpft das Phaeno mit Wasser, das von der Decke in die Tiefgarage tropft. Eigentlich sollte das Problem längst behoben sein, doch noch immer warnen Schilder an den Kassenautomaten vor dem Tropfwasser.

Voriger Artikel
Gemeinsame Geschichte: Galiziendeutsche treffen sich
Nächster Artikel
DJ-Duo entwickelt sich weiter: Neue Ära für „Puder & Zucker“

Warnhinweise am Phaeno: In der Tiefgarage tropft es.

Doch die Stadt beruhigt: Nach wie vor müsse nur altes Wasser aus den Zwischendecken kontrolliert abgeführt werden, neue Wassereinbrüche gebe es seit Jahren nicht.

Bereits 2005 trat das Wasserproblem auf, 2010/2011 wurden daraufhin die kompletten Außenanlagen des Wissenschaftsmuseums am Nordkopf saniert. Anschließend bohrte die damals noch zuständige Neuland 600 Löcher in die Betondecke und stellte darunter Kübel auf, um das ablaufende Wasser aufzufangen. 2012 sollte die Trockenlegung abgeschlossen sein.

Doch noch heute hängen Kübel in der Tiefgarage, warnen Schilder vor dem Tropfwasser. Alles Altlasten, beruhigt aber die Stadt. Die zeitliche Prognose der Neuland sei seinerzeit „zu optimistisch“ gewesen, sagt Stadt-Sprecherin Elke Wichmann. Bis heute müssten die Behälter regelmäßig kontrolliert und geleert werden. Die gute Nachricht: „Die Menge der aufgefangenen Flüssigkeit reduziert sich stetig, so dass davon auszugehen ist, dass kein neues Wasser durch die Oberfläche eindringt und es sich lediglich um Restflüssigkeit in der Decke handelt.“

Und was hat der ganze Spaß gekostet? 2010 wurden die Sanierungskosten für die Außenanlagen mit 3,5 Millionen Euro angegeben, heute schweigt die Stadt zu dem Thema. Elke Wichmann: „Weil die Ursachen der Sanierung noch Gegenstand laufender Gerichtsverfahren sind.“

fra

Nur ein schwacher Trost

ein Kommentar von Ulrich Franke

Die Geschichte des Phaeno, es ist die Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Wer zählt die zig Millionen, für die verbuddelt und verbaut, abgerissen und neu errichtet, repariert, instandgesetzt, erneuert und saniert wurde? Die 100-Millionen-Grenze ist längst überschritten, ein Ende nicht absehbar – die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden an den so genannten Cones steht aus, die Kosten sind noch gar nicht ermittelt.

Da mutet es fast tröstlich an, dass es sich laut Verwaltung beim Tropfwasser in der Tiefgarage lediglich um Altlasten handelt und kein neues Wasser eindringt. Ein schwacher Trost allerdings. Das Problem sollte eigentlich seit über vier Jahren erledigt sein. Was bleibt, ist einzig die Hoffnung, dass weitere Hiobsbotschaften endlich ausbleiben mögen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg
VW-Promi-Fahrsicherheitstraining

Was halten Sie von einem Handy-Warnsystem für Bürger?

Kommunalwahl in Wolfsburg am 11. September 2016

Am 11. September sind die Wolfsburger aufgerufen, über die Zukunft ihrer Stadt zu entscheiden. mehr

Hier ist tierisch was los! Die WAZ hat eine neue Serie gestartet: „Mein Haustier“. Wer seinen Liebling gern in der Zeitung vorstellen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. mehr

Wolfsburg Plus - Das Wirtschaftsmagazin für Wolfsburg. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe: Auf der Waagschale! Über den schwierigen Prozess der Unternehmensbewertung. mehr