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Stadt Wolfsburg Phaeno: Immer noch undicht nach zehn Jahren
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Phaeno: Immer noch undicht nach zehn Jahren
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00:16 09.09.2016
Warnhinweise am Phaeno: In der Tiefgarage tropft es.
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Doch die Stadt beruhigt: Nach wie vor müsse nur altes Wasser aus den Zwischendecken kontrolliert abgeführt werden, neue Wassereinbrüche gebe es seit Jahren nicht.

Bereits 2005 trat das Wasserproblem auf, 2010/2011 wurden daraufhin die kompletten Außenanlagen des Wissenschaftsmuseums am Nordkopf saniert. Anschließend bohrte die damals noch zuständige Neuland 600 Löcher in die Betondecke und stellte darunter Kübel auf, um das ablaufende Wasser aufzufangen. 2012 sollte die Trockenlegung abgeschlossen sein.

Doch noch heute hängen Kübel in der Tiefgarage, warnen Schilder vor dem Tropfwasser. Alles Altlasten, beruhigt aber die Stadt. Die zeitliche Prognose der Neuland sei seinerzeit „zu optimistisch“ gewesen, sagt Stadt-Sprecherin Elke Wichmann. Bis heute müssten die Behälter regelmäßig kontrolliert und geleert werden. Die gute Nachricht: „Die Menge der aufgefangenen Flüssigkeit reduziert sich stetig, so dass davon auszugehen ist, dass kein neues Wasser durch die Oberfläche eindringt und es sich lediglich um Restflüssigkeit in der Decke handelt.“

Und was hat der ganze Spaß gekostet? 2010 wurden die Sanierungskosten für die Außenanlagen mit 3,5 Millionen Euro angegeben, heute schweigt die Stadt zu dem Thema. Elke Wichmann: „Weil die Ursachen der Sanierung noch Gegenstand laufender Gerichtsverfahren sind.“

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Nur ein schwacher Trost

ein Kommentar von Ulrich Franke

Die Geschichte des Phaeno, es ist die Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Wer zählt die zig Millionen, für die verbuddelt und verbaut, abgerissen und neu errichtet, repariert, instandgesetzt, erneuert und saniert wurde? Die 100-Millionen-Grenze ist längst überschritten, ein Ende nicht absehbar – die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden an den so genannten Cones steht aus, die Kosten sind noch gar nicht ermittelt.

Da mutet es fast tröstlich an, dass es sich laut Verwaltung beim Tropfwasser in der Tiefgarage lediglich um Altlasten handelt und kein neues Wasser eindringt. Ein schwacher Trost allerdings. Das Problem sollte eigentlich seit über vier Jahren erledigt sein. Was bleibt, ist einzig die Hoffnung, dass weitere Hiobsbotschaften endlich ausbleiben mögen.

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