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Stadt Wolfsburg Pfotenspuren, Rehkadaver: Wolf am Steimker Berg?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Pfotenspuren, Rehkadaver: Wolf am Steimker Berg?
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00:22 21.11.2014
War das ein Wolf? Nach verdächtigen Pfotenabdrücken entdeckte Jagdpächter Peter Schneider gestern nahe des Steimker Bergs auch einen abgenagten Rehkadaver. Quelle: Manfred Hensel
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Zunächst wurden nahe des Teichs im neuen Biotop neben dem Steimkerg Berg die zwölf Zentimeter langen Pfotenabdrücke entdeckt, die von einem Experten näher untersucht werden sollen. Und dann entdeckte Jagdpächter Peter Schneider den sauber abgefressenen Reh-Kadaver. Sicher ist zwar: Das Tier wurde nicht gerissen, sondern von Jägern erlegt. Aber auch, wenn er kein Wolfs-Experte sei, sagt Schneider: „Merkmale wie die Stärke der abgebissenen Rippen in Verbindung mit den Fährtenabdrücken lassen es als wahrscheinlich erscheinen, dass es ein Wolf war.“

Der ehrenamtliche Wolfsburger Wolfsberater Ralf Hentschel war erst vor Ort, als die Spuren schon verwischt waren: „Das war nicht mehr eindeutig zu beantworten.“ Aber auch er hält das Auftauchen eines Wolfs in Wolfsburg für gut möglich: „Um Lüneburg und Münster leben nachweislich zwei Pärchen und fünf Rudel von jeweils etwa acht Tieren. Sie können auch hierher kommen.“

Ralf Schräder als Vorsitzender der Jägerschaft weiß: „Natürlich kann der Wolf bei uns auftauchen“. Und Stadtförster Dirk Schäfer sagt: „Zwar gibt es auch andere Optionen. Aber dass ein Wolf da war, ist durchaus denkbar.“ Wenn es so war, so Schäfer, „dann handelte es sich aber eher um einen Tagesgast.“

Fragt sich, ab wann die Tagesgäste wieder länger bleiben...

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WAZ-TALK: „Der Wolf bleibt ein Raubtier“

Über den möglichen Wolf am Steimker Berg sprach WAZ-Redakteur Ulrich Franke mit dem Vorsitzenden der Wolfsburger Jägerschaft, Ralf Schräder.

WAZ: Ein Wolf in Wolfsburg – wäre das eine Sensation?
Schräder: Dass man heutzutage auch in Wolfsburg einem Wolf begegnet, ist alles andere als ausgeschlossen. Sie haben sich in Sachsen Anhalt oder Celle bereits angesiedelt. Und so ein Tier macht locker über 70 Kilometer in einer Nacht.

WAZ: Manche begrüßen die Wiederansiedlung des Wolfs auch bei uns.
Schräder: Ich habe nichts gegen den Wolf, wenn er auf Truppenübungsplätzen auftaucht oder in wenig besiedelten Gebieten. Am Stadtrand oder in der Nähe von Wohngebieten befürchte ich jedoch, dass es Konflikte zwischen Mensch und Tier geben wird.

WAZ: Warum?
Schräder: Der Wolf ist und bleibt ein hoch gefährliches Raubtier. Noch hat er seine natürliche Scheu gegenüber Menschen – noch. Aber schon in den nächsten Jahren kann er zur Gefahr werden. Das betrifft bereits Nutztiere, wird sicher teilweise freilaufende Hunde betreffen und irgendwann auch Menschen. Insbesondere, wenn Wölfe durch Fütterungen angelockt werden, was man nicht ausschließen kann.

fra

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