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Patient sauer: Ärger beim Verbandswechsel

Wolfsburg Patient sauer: Ärger beim Verbandswechsel

Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst soll eigentlich die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Klinikums entlasten. Das klappt nicht immer: Karsten Waaga wurde jetzt von den Kassenärzten an die ZNA verwiesen, als ein Verbandswechsel anstand.

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Bereitschaftsdienst oder Notaufnahme? Karsten Waaga fühlt sich nicht richtig behandelt.

Quelle: Sebastian Bisch

Er ist empört.

Karsten Waaga musste täglich Verband und Tamponade an einer Wunde wechseln lassen, die sich nach einer Operation entzündet hatte. An einem Samstag hörte er beim Bereitschaftsdienst (KV), er müsse die ZNA aufsuchen, da „die notwendige Sterilität“ nicht gegeben sei.

Waaga wunderte sich und fragte während der Behandlung in der ZNA nach. Dort hieß es, dass der Bereitschaftsdienst zuständig gewesen wäre. Beim zweiten Versuch, an einem Sonntag, wurde er bei der Bereitschaft angenommen, war aber unzufrieden. „Der Arzt zog sich zwar die Handschuhe an, berührte dann aber alle möglichen Gegenstände im nicht sterilen Bereich“, ärgerte sich Waaga. Darauf angesprochen, habe der Mediziner „völlig unverhältnismäßig“ reagiert und die Behandlung abgebrochen.

Die Versorgung übernahm erneut die ZNA. Waaga fordert: „Kompetenzen müssen klarer definiert und die Dienstverpflichtung auf geeignete Mediziner beschränkt werden.“

Die Kassenärztliche Vereinigung weist Vorwürfe mangelhafter Hygiene und Fachkompetenz als „absolut unbegründet“ zurück. Geschäftsführer Stefan Hofmann betont außerdem, dass der Bereitschaftsdienst nur als Überbrückung bei akuter Krankheit oder Verletzungen gedacht sei. „Die postoperative Wundversorgung oder eine Infusionsbehandlung sind weder Aufgabe der Bereitschaft noch der ZNA“, so Hofmann, „sondern des behandelnden Facharztes.“

amü

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