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Parkende Eltern blockieren Anwohner und Busse

Rabenbergstraße Parkende Eltern blockieren Anwohner und Busse

Das Problem gibt es an vielen Grundschulstandorten: Kurz vor der ersten Stunde kämpfen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zum Unterricht bringen, um Parkplätze. Eine Anwohnerin aus der Rabenbergstraße platzte jetzt der Kragen.

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Wendehammer in der Rabenbergstraße: Wegen parkender Autos steckten in dieser Woche wieder einmal Busse fest.

Quelle: Privat

Rabenberg. Vivien Krüger (26) platzte jetzt der Kragen: Jeden Morgen, so berichtet sie, komme es zu Konflikten auf der Rabenbergstraße. Auslöser sind Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Eichendorffgrundschule an der Straße „Im Holze“ bringen und andere behindern. „Das geht gar nicht!“, schimpft Vivien Krüger.

Sie ist selbst Mutter eines schulpflichtigen Kindes: Ihre Tochter Isabella (7) besucht die Laagbergschule und fährt dorthin jeden Tag mit dem Bus – wenn der Bus durchkommt. Am Dienstag steckt er wieder einmal wegen eines Falschparkers am Wendehammer fest. „Dann kommt sie zu spät und muss in der Pause nachholen, was sie verpasst hat“, sagt Vivien Krüger. Rücksichtslos findet sie die anderen Eltern. „Ich könnte es ja verstehen, wenn sie ihre Kinder nur kurz absetzen, aber manche halten hier eine Art Kaffeeklatsch ab. Und wenn dann jemand von den Nachbarn vom Parkplatz fahren will, machen sie nicht einmal Platz“, berichtet die 26-Jährige. Sie findet es außerdem wichtig, dass ihre eigene Tochter selbstständig mit dem Bus zur Schule fährt – und kann nicht nachvollziehen, dass andere Eltern sogar den Schulbus mit dem Auto begleiten, um den Ranzen hinterherzubringen. „Dann laufen die Kinder vom Bus über die Straße zum Auto der Eltern, holen die Tasche und gehen danach zur Schule“, erzählt Krüger kopfschüttelnd.

Früher standen viele Eltern in der Straße „Im Holze“, jetzt hat sich das Problem auf die Rabenbergstraße verlagert, weil die Stichstraße im Rahmen des Projekts „verkehrsberuhigte Schule“ nicht mehr befahren werden soll. Auch hier hatte es Probleme gegeben, weil zeitweise nicht einmal Platz für einen Notarztwagen gewesen wäre. „Wir appellieren an alle, sich vernünftig zu verhalten. Und es gibt viele, die machen das tadellos“, sagt Schulleiterin Monika Schwake. Am Rabenberg wie auch an der weiterführenden Eichendorffschule auf dem Köhlerberg erwägt die Stadtverwaltung die Einrichtung von sogenannten Elternparkplätzen (WAZ berichtete). Vielleicht könnte das die Situation entschärfen. Vernunft und Rücksicht kann es aber nicht ersetzen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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