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Stadt Wolfsburg Parken am Klinikum: Mitarbeiter beklagen zu hohe Gebühren
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Parken am Klinikum: Mitarbeiter beklagen zu hohe Gebühren
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20:00 23.11.2018
Neubau: Die 4,3 Millionen Euro teure neue Parkpalette am Hochring wird von den Mitarbeitern gut angenommen. Allerdings halten einige die Gebühren für überzogen. Quelle: Roland Hermstein
Klieversberg

Seit Anfang November müssen Mitarbeiter und Besucher überall am Klinikum Parkgebühren bezahlen. Bei vielen Bediensteten macht sich Unmut über die Höhe der Entgelte breit. Nach WAZ-Informationen gab es bereits eine Unterschriftenaktion. Die Gebühren betragen bei einem Tageshöchstsatz von 1,70 Euro bei einer Vollzeitkraft künftig etwa 390 Euro pro Jahr. Auch würde es trotz der neuen Parkpalette an Stellplätzen fehlen. Das Klinikum verweist dagegen darauf, dass die neue Palette ohne ein Gebührenmodell nicht finanzierbar gewesen wäre.

Viele weichen auf Wohngebiete aus

Die Parkplatzsuche auf dem Klinikumsgelände glich bislang vor allem tagsüber einem Glücksspiel. Das galt auch für die Beschäftigten in dem Komplex an der Sauerbruchstraße. Nach Angaben einer Bediensteten bleibt vielen nichts anderes übrig, als bei Belegung sämtlicher Plätze in die Wohngebiete ringsherum auszuweichen. „Aufgrund der schlechten Parksituation bleibt den Mitarbeitern oft nichts anderes übrig, als einen Strafzettel in Kauf zu nehmen, um pünktlich für die Kranken da zu sein“, heißt es in einem Schreiben, welches mit „das Krankenhauspersonal“ unterzeichnet ist.

Was außerdem auf den Nägeln brennt: Etwa 390 Euro müsse eine Vollzeitkraft jetzt jährlich für das Parken bezahlen. „Bislang war es nachts möglich, die Tiefgarage kostenfrei zu nutzen“, sagt die Mitarbeiterin. Inzwischen ist allerdings auch dies kostenpflichtig.

Ohne Gebühren keine Parkpalette

Der über Jahre diskutierte und wegen städtischer Sparzwänge verschobene Bau der Mitarbeiter-Palette mit 375 Plätzen hat insgesamt 4,3 Millionen Euro gekostet: „Die Errichtung der Parkpalette wäre ohne Gebührenerhebung nicht umsetzbar gewesen und der Parkplatzmangel auf unbestimmte Zeit für alle spürbar“, sagt Klinikumssprecher Thomas Helmke, und betont zugleich: „Kostenfreies Parken oder Parken zu noch geringeren Gebühren wäre für unsere Beschäftigten nach wie vor sinnvoll.“

Die ersten Erfahrungen mit der Palette seien positiv. „Wir haben zu Spitzenzeiten eine Auslastung zwischen 85 und 90 Prozent“, betont Helmke. Mit Blick auf den von Mitarbeitern ins Feld geführten weiterhin hohen Parkdruck sagt der Klinikumssprecher, dass die Parkpalette seit der Inbetriebnahme vor fast drei Wochen noch nie vollständig ausgelastet gewesen sei. Er verweist außerdem auf zusätzliche Parkflächen an der Kinderklinik.

Von Jörn Graue

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