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Opfer wurde erdrosselt

Wolfsburg im Gericht Opfer wurde erdrosselt

Wichtige Erkenntnisse brachte der gestrige zweite Prozesstag am Landgericht wegen Totschlags gegen einen 48-jährigen Wolfsburger. Gleich mehrere Zeugen sagten aus, das Opfer habe Angst vor dem Angeklagten gehabt - der Mann soll am 2. April seine Ehefrau in Detmerode erwürgt haben. Zudem wurde das Obduktionsergebnis erörtert.

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Totschlag-Prozess: Der Angeklagte mit seiner Anwältin vor dem Landgericht.

Quelle: Foto: Franke

Laut Gerichtsmediziner starb die Ehefrau des Angeklagten an ihrem 51. Geburtstag durch eine zentrale Lähmung, verursacht durch Erdrosseln oder Erwürgen. Anhaltspunkte für einen Kampf habe es nicht gegeben. Der Angeklagte habe allerdings frische Hautabschürfungen aufgewiesen: „Womöglich vom Kratzen mit Fingernägeln.“ Unter den Fingernägeln des Opfers war DNA des Angeklagten gefunden worden.

Mehrere Zeuginnen aus dem Bekanntenkreis des Opfers sagten aus, die Frau habe zuletzt über Angst vor ihrem Mann berichtet: „Sie hat sich sogar manchmal mit ihrer Tochter in deren Zimmer eingeschlossen“, so eine 31-jährige Nachbarin. Eine 34-jährige Freundin sagte aus: „Sie hatte Angst vor ihm, weil er manchmal aggressiv wurde.“ Und eine Nachbarin (61) betonte: „Für mich war der Mann ein Psycho, eine tickende Zeitbombe.“

Ganz wichtig: Der Angeklagte will sich an die Tat nicht erinnern können, weil er betrunken gewesen sei. Die 34-jährige Freundin des Opfers aber sprach zufällig am Morgen der Tat mit dem Mann am Telefon. Und dabei, so erklärte sie auf Nachfrage, „war seine Stimmung normal wie immer“. Er habe weder gelallt und noch den Eindruck erweckt, unter Alkoholeinfluss zu stehen.

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