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Stadt Wolfsburg Opfer schildert Tat: „Da habe ich erst richtig Panik bekommen“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Opfer schildert Tat: „Da habe ich erst richtig Panik bekommen“
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00:18 20.10.2017
Blick ins Badeland: Eigentlich ein Spaßbad, wurde in der Einrichtung ein Kind sexuell belästigt.  Quelle: Britta Schulze (Archiv)
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Wolfsburg

 Mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und einer Freundin war die damals Elfjährige im Badeland. Zwischendurch hatte sie ihre Leute aus dem Blick verloren und begab sich auf die Suche nach ihnen. Im Strömungskanal passierte es. „Plötzlich spürte ich, dass er mich angefasst hat“, sagt das blonde, kecke Kind. Zwei Finger habe der Unbekannte zwischen ihren Beinen gehabt, über dem Badeanzug. Erst glaubte sie an ein Versehen. Aber: „Dann habe ich gemerkt, dass er das absichtlich gemacht hat, weil er die Hand nicht weggenommen hat.“ Erst dann habe das Mädchen „richtig Panik bekommen – und Wut“.

Sie hätten quasi Rücken an Rücken gestanden, sie wollte die Hand wegdrücken. In der künstlich erzeugten Strömung verlor sie beim Versuch, sich herumzudrehen, das Gleichgewicht – erst dann ließ der Mann von ihr ab. Sie habe ihn nur von hinten gesehen: stämmig, graue kurze Haare. Die grobe Beschreibung passt zum Angeklagten.

Als sie Bruder und kurz darauf wohl auch eine Schwimmmeisterin zum Tatort geführt habe, habe der 45-Jährige dort gestanden. Er habe ihr einen „bösen, warnenden Blick“ zugeworfen, „aber das war mir egal“. Stolz sagt sie in der Vernehmung: „Ich hatte Angst, aber auch Mut.“ In Schwimmbäder gehe sie weiterhin: „Aber jetzt passe ich besser auf.“

Von Kevin Nobs

Ein zweifacher Familienvater (45) aus Uelzen, der in einem ähnlichen Fall schon einmal verurteilt worden war, soll im Wolfsburger Badeland ein Mädchen (11) aus Braunschweig zwischen den Beinen angefasst haben. Er streitet alles ab.

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