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Stadt Wolfsburg „Operation Overlord“: Wolfsburger Schauspieler erschafft Monster-Nazis
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Operation Overlord“: Wolfsburger Schauspieler erschafft Monster-Nazis
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20:00 09.11.2018
Zum Gruseln: Als „Dr. Schmidt“ lässt Redman im Film Soldaten zu Monstern mutieren. Quelle: DPA
Wolfsburg/London

Der Wolfsburger Schauspieler Erich Redman ist wieder auf der Leinwand zu sehen: Im Hollywood-Actionhorror „Operation: Overlord“ spielt er den Arzt Dr. Schmidt, der in einem unterirdischen Labor deutschen Soldaten mit Hilfe eines Serums in monströse Kreaturen mit Kraft verwandelt. Die Dreharbeiten stellten Redman aber noch vor ganz eigene Herausforderungen.

„Ich würde nie einen Pädophilen oder Vergewaltiger spielen“

Üblicherweise bekommen Schauspieler das Drehbuch vor Drehbeginn und unterschreiben eine Verschwiegenheitsklausel – so kennt es Redman nicht zuletzt von den Filmen „Der Soldat James Ryan“ oder „Captain America: The First Avenger“, in denen er mitgespielt hat. Die Produzenten von „Operation: Overlord“ wollten jedoch auf Nummer Sicher gehen: „Ich habe die einzelnen Szenen erst am Vorabend des jeweiligen Drehtags zu lesen bekommen“, erzählt der ehemalige Detmeroder Redekopp alias Redman. Das hieß für ihn nicht nur, seinen Part innerhalb weniger Stunden lernen zu müssen, sondern auch sich für einen Film zu verpflichten, den er gar nicht kannte. Deshalb ließ er sich vorher ein paar Dinge versprechen: „Ich würde nie einen Pädophilen oder einen Vergewaltiger spielen oder im Film selbst brutal ermordet werden. Das wäre für mich emotional zu masochistisch. Außerdem habe ich so oft den deutschen Soldaten gespielt und wurde erschossen – davon habe ich die Nase voll.“

Im Geheimlabor: Hier findet der Held des Films Dr. Schmidts unheimliche Experimente. Quelle: Paramount Pictures

Ein bisschen brutal wurde es dann doch, aber anders: Ein paar Tage vorm Dreh bekam Redman eine Führung durch das Filmset: „Es ging vorbei an Badewannen, in denen menschliche Körperteile schwammen“, erzählt Redman. „Ich habe mich gegruselt. Es war keine anheimelnde Umgebung, die Energie im Raum war schon etwas beunruhigend.“

Drehort: eine finstere Lagerhalle

Die bedrückende Atmosphäre wurde durch den Drehort noch verstärkt: Alle Szenen Redmans wurden in einer großen Lagerhalle gedreht, in der bis auf eine kleine Lichtinsel in der Mitte tiefste Dunkelheit herrschte. „Wie eine helle Kapsel in einer schwarzen Schachtel“, erzählt Redman. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Dennoch war der Dreh eine gute Erfahrung: „Es ist toll, mit den Amerikanern zu drehen“, so Redman. „Die haben ein Riesen-Budget – alles ist möglich.“

Gedreht wurde allerdings nicht in den USA, sondern in England, wo Redman seit drei Jahren auch lebt.Inzwischen arbeitet er an seinem nächsten Projekt – einer internationalen Serie über den Börsencrash.

In den Wolfsburger Kinos läuft der Film bislang nicht

In den Wolfsburger Kinos läuft „Operation: Overlord“ bisher nicht. Wer ihn sehen will, muss nach Hannover fahren: Dort läuft er im Cinemaxx am Raschplatz. Die Fahrt könnte sich lohnen: Der Film hat es auf der Film-Plattform IMDb auf ganze 7,1 Sterne gebracht.

Von Frederike Müller

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