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Großes WAZ-Interview mit Oomph!

Wolfsburg Großes WAZ-Interview mit Oomph!

Zu ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum veröffentlichte die in Wolfsburg gegründete Band Oomph! kürzlich ihr neues Album „XXV“. Das erfolgreiche und bekannte Trio inspirierte unter anderem Bands wie Rammstein und Unheilig. WAZ-Journalist Dennis Nobbe sprach mit Frontmann Dero.

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Oomph!: Die erfolgreiche Band hat gerade ihr zwölftes Album herausgebracht, 2012 traten die Musiker im Hallenbad auf.

Quelle: Photowerk (bb)

WAZ: Oomph! gibt es seit nunmehr 26 Jahren. Welche Erinnerungen an die Gründungszeit in Wolfsburg sind bis heute geblieben?

Dero: Wir haben Wolfsburg als industrielle Stadt wahrgenommen, und das hat sich wahrscheinlich auch auf unsere Musik ausgewirkt. Die Stadt war spürbar im Aufbruch, und das passte zu unserer Band. Wir haben den Mut, uns auch musikalisch ständig zu verändern und nach vorne zu blicken. 1989 war insgesamt ein spannendes Jahr, vor allem wegen der Grenzöffnung. Wir befanden uns unmittelbar am Geschehen, Wolfsburg war ja nicht weit von der Grenze zur DDR entfernt. Ich bin dann auch zum Grenzübergang Helmstedt-Marienborn gefahren, um mir alles aus nächster Nähe anzuschauen.

WAZ: Wann war der letzte Auftritt von Oomph! in Wolfsburg?

Dero: Das war im Rahmen der Tour zu unserem Album „Des Wahnsinns fette Beute“ von 2012. Wir sind im Hallenbad aufgetreten, und das ist eine tolle Location. Da kamen auch viele Fans hin, die extra aus allen möglichen europäischen Ländern angereist waren.

WAZ: Gibt es schon Pläne für einen nächsten Auftritt in Wolfsburg?

Dero: Noch nicht konkret, aber ich könnte mir vorstellen, dass wir im Rahmen unserer Tour Anfang 2016 wieder nach Wolfsburg kommen.

WAZ: Oomph! traten kürzlich auf dem Wacken-Open-Air, dem weltweit größten Metal-Festival, auf. Wie ist es gelaufen?

Dero: Wir haben vor über 50.000 Leuten gespielt, das war super. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Es hat fast immer geregnet, aber wir haben einen regenfreien Tag erwischt.

WAZ: Das neue Album „XXV“ ist düsterer und ernster als der von Selbstironie geprägte Vorgänger „Des Wahnsinns fette Beute“. Wie kam es dazu?

Dero: Unsere Musik entsteht stimmungsabhängig. Wenn wir traurig sind, machen wir traurige Musik. Sind wir wütend, klingt auch die Musik entsprechend - und so weiter. Wir stehen für Überraschungsmomente, darauf sind wir auch gewissermaßen stolz. Uns interessiert die dunkle Seite der menschlichen Seele, das hört man dem neuen Album auch an, denke ich

WAZ: Was steht für die Band in nächster Zeit alles auf dem Programm?

Dero: Wir spielen zunächst eine kleine Fünf-Städte-Tour in Deutschland, danach treten wir im Ausland auf. Unter anderem in Gegenden, wo wir noch nie waren, wie etwa Weißrussland und Südamerika. Nach Russland, wo wir schon öfter gespielt haben, geht es auch. Da haben wir eine große Fanbase, und das Publikum dort ist immer sehr euphorisch. Natürlich freuen wir uns jetzt erst einmal darauf, unsere neuen Songs live präsentieren zu können.

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