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Obdachloser bewegt ganz Wolfsburg

Wolfsburg Obdachloser bewegt ganz Wolfsburg

Ein Obdachloser aus Wolfsburg erfährt eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft. Klaus Gerd Zimmermann (64) sitzt oft in der Fußgängerzone, auf einem Schild bittet er um Wohnung und Arbeit. Bei Facebook haben schon mehr als 1500 Menschen den Hilferuf verbreitet, nachdem ihn ein VW-Angestellter auf der Seite „Obdachlosenhilfe 2015“ veröffentlichte.

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Über Facebook bekannt geworden: Der Obdachlose Klaus Gerd Zimmermann.

Quelle: Photowerk (amü)

Durch Facebook wurde sein Fall bekannt, sogar Selfies von Passanten und Zimmermann entstanden schon. „Ich weiß gar nicht, wie ich allen Menschen danken soll“, sagt der Rentner. Derzeit erhält er mehr Geld als sonst von den Wolfsburgern, er konnte so sogar schon im Hotel übernachten. Aber vor allem will er eins: eine Wohnung mit einem richtigen Mietvertrag.

Er erzählt: 1992 musste er nach einem Arbeitsunfall seinen Beruf als Bäcker aufgeben. Seine Wohnung im Odenwald verlor er nach einem Streit mit dem Vermieter, er versuchte sein Glück in Leipzig, Berlin und jetzt in Wolfsburg.

Von den Sozialämtern fühlt er sich im Stich gelassen. Die wollten ihn immer in Heime stecken, das komme aber nicht in Frage. Die Obdachlosenunterkunft in der Borsigstraße sei auch keine Alternative, weil er Angst vor Alkoholikern und Drogenabhängigen hat.

Menschen langfristig zu vertrauen, fällt Zimmermann schwer. Aber der VW-Mitarbeiter, der seine Geschichte verbreitete, macht ihm Hoffnung: Nächste Woche stehen zwei Wohnungsbesichtigungen an.

amü

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