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Obdachloser: Weihnachten endlich im eigenen Zuhause!

Wolfsburg Obdachloser: Weihnachten endlich im eigenen Zuhause!

Mehr als 2000 Menschen verbreiteten sein Foto auf Facebook, viele sahen ihn täglich im Durchgang vor der Drogerie Müller in der Fußgängerzone sitzen: Gerd Zimmermann war Wolfsburgs bekanntester Obdachloser. Weihnachten feiert er in Osloß - im neuen Zuhause.

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Weihnachten in der eigenen Wohnung: Der ehemalige Obdachlose Gerd Zimmermann fand bei Vermieter Jens Dürkop in Osloß ein neues Zuhause.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

„Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt der 64-Jährige. In eine Obdachlosenunterkunft oder in ein Heim hatte er keinesfalls ziehen wollen. Der VW-Mitarbeiter Friedrich Schellin hatte sein Foto im September im Internet veröffentlicht. Dort entdeckte es Jens Dürkop, Bürgermeister von Osloß, und reagierte.

„Einer meiner Mieter hatte gerade seine Wohnung gekündigt. Ich fand es erstaunlich, dass Herrn Zimmermann niemand half. Schließlich stand der Winter vor der Tür“, so Dürkop. Nach einem ersten Treffen beschlossen beide, dass die Chemie stimmt; der Vertrag für die 28 Quadratmeter große möblierte Einzimmerwohnung war perfekt. „Ich habe jetzt alles, was ich zum Leben brauche“, sagt Zimmermann. Weihnachtsbaum und Lichterkette schmücken das Zimmer; ein Fernseher mit Sky-Abo ist sein Weihnachtsgeschenk an sich selbst. Den Heiligen Abend wird er hier allein verbringen. „Ich bin froh, wenn ich meine Ruhe habe“, sagt er.

Dürkop hat zusammen mit dem neuen Mieter die Formalitäten bei den Sozialämtern in Wolfsburg und Gifhorn geklärt. „Bis März 2016 ist die Grundversorgung geregelt, dann muss man einen neuen Antrag stellen“, so der Bürgermeister, der ergänzt: „Wenn sich nichts ändert, dürfte das kein Problem sein.“

Oft fährt Zimmermann nach Wolfsburg, um beim Spaziergang die zu treffen, die ihm in der Zeit auf der Straße geholfen haben. „Betteln muss ich nicht mehr“, sagt er, „an meinem Platz sitzt ein anderer.“

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