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November ist zu warm: Tiere sind durcheinander

Wolfsburg November ist zu warm: Tiere sind durcheinander

Wolfsburg. Gestern Mittag zeigte das Thermometer 16 Grad in Wolfsburg. Vergangene Woche kletterte die Temperatur gar auf über 20 Grad. „Das ist der wärmste Novemberanfang, an den wir uns erinnern können“, sagt Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. „Und es wird mild bleiben.“ Worte, die Michael Kühn vom Nabu Wolfsburg frösteln lassen.

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Der November-Anfang ist so warm wie nie: Bei fast frühlingshaften Temperaturen lässt sich mancher noch ein Eis schmecken.

„Dieses Wetter bringt die Tierwelt durcheinander. Die Artenvielfalt wird leiden.“

Meteorologe Friedrich erklärt das Klima wissenschaftlich: „Im Moment kommt warme Luft von den Kanaren zu uns“, sagt er. In den nächsten sieben bis zehn Tagen ströme zwar zunehmend Luft vom Atlantik nach Wolfsburg: „Doch das Wetter bleibt mild - 10 bis 15 Grad, kein Wintereinbruch.“

Für Nabu-Mann Kühn keine Überraschung: „Die Jahreszeiten verschieben sich, es bleibt länger warm und wird später kalt.“ Mit Folgen: Zugvögel wie Star oder Kuckuck fliegen gar nicht mehr weg und blockieren im Frühjahr Brutmöglichkeiten anderer Vögel. „Außerdem sehen viele Wolfsburger Igel in ihrem Garten - eigentlich halten die längst Winterschlaf.“ Sie haben jetzt mehr Zeit, sich Winterspeck anzufressen.

Weniger schön: Milde Winter locken neue Mückenarten in die VW-Stadt, auch Nutrias vermehren sich: Die schwimmenden Nager durchlöchern Uferbefestigungen und gefährden Hochwasserschutz.

bis

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