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Niedrigzinsen belasten Stiftungen: Weniger Geld für Wohltaten

Vermögen minimal verzinst Niedrigzinsen belasten Stiftungen: Weniger Geld für Wohltaten

Schlechte Zeiten für die Wolfsburger Stiftungen: In Zeiten von niedrigen Zinsen wirft das Stiftungskapital nur noch wenig Geld für den guten Zweck ab. Nur durch zusätzliche Spenden können viele Projekte derzeit noch unterstützt werden.

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Stiftungen leiden unter niedrigen Zinsen: Auch Dank spenden kann etwa die Bürgerstiftung Projekte für Kinder noch unterstützen.

Wolfsburg. Das Stiftungs-Prinzip: Das Kapital muss unbedingt erhalten bleiben, ausgegeben werden kann lediglich der Zinsertrag. Stiftungen unterliegen strengen Vorgaben, die Geldanlage erfolgt konservativ, derzeit liegt die Verzinsung in der Regel bei weit unter vier Prozent.

Eine der größten Wolfsburger Stiftungen ist die Bürgerstiftung mit mehreren Millionen Euro Kapital und hohem Spendenaufkommen, sodass jährlich zwischen 50.000 und 60.000 Euro ausgeschüttet werden können. „Wir haben jährlich mehr als 50 externe Anfragen zur Unterstützung, hinzu kommen unsere eigenen Projekte wie das Lesenetzwerk oder der Planetenweg“, erklärt Vorstandsmitglied Manfred Hüller. Dank einer breiten Streuung in verschiedenen Fonds sei das Zinsniveau im Vergleich recht gut. Trotzdem: „Ohne private Spenden könnten wir unser Niveau derzeit nicht halten“, so Hüller.

Ähnlich geht es der Antonius-Holling-Stiftung. Das Stiftungskapital ist mit 210.000 Euro eher gering, das Spendenaufkommen allerdings hoch, sodass jährlich bis zu 80.000 Euro fließen. Allein beim Neujahrsempfang kamen kürzlich mehr als 11.000 Euro zusammen. „Das Geld fließt zweckgebunden in unser Projekt Stark“, sagt Wilhelm van Ledden, Geschäftsführer der katholischen Kirchengemeinden in Wolfsburg.

Auch die Carl und Marisa Hahn-Stiftung kann dank Spenden und einer recht guten Verzinsung ihre Aktivitäten gut fortsetzen. In den letzten zehn Jahren wurden 385.000 Euro für 175 Projekte ausgeschüttet.

Besonders hart sind kleine Stiftungen wie die der Michaelis-Gemeinde betroffen. Bei einem Kapital von 140.000 Euro und einem Prozent Zinsen findet Kirchenvorstand Peter Bauer klare Worte: „Da bleibt so gut wie nichts, um ein Projekt zu unterstützen.“

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