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Stadt Wolfsburg Nichts mehr für kleine Kinder: Mütter trauern um alte Spielplatz-Rutsche
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nichts mehr für kleine Kinder: Mütter trauern um alte Spielplatz-Rutsche
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09:00 04.09.2018
Abgebaut: Die Rutsche auf dem Spielplatz in der Teichbreite wurde abgebaut und durch eine mit einer steilen Leiter ersetzt. Quelle: privat
Wolfsburg

„Was stimmt denn mit den Spielplatzplanern dieser Stadt nicht?“, fragt sich Anna Ziemer. Mit ihrem Sohn Max (2 1/2) sucht sie fast schon verzweifelt nach einem Spielplatz, der auch für Kleinkinder geeignet ist. Sonst traf sie sich oft mit Müttern gleichaltriger Kinder in der Teichbreite, obwohl sie selbst im Hellwinkel wohnt. Dort gab es eine Hang-Rutsche mit Holzpodest, die Max mit Begeisterung selbstständig erklettern konnte. „Nun wurde sie abgerissen und durch einen Rutschturm mit Leiter ersetzt“, ärgert sich Anna Ziemer.

Stadtsprecher Jan-Niklas Schildwächter erläutert: „Der Spielplatz ,Am neuen Teich’ hat eine neue Rutsche mit Rutschenturm erhalten, da das Altgerät nach fachlicher Begutachtung durch den Geschäftsbereich Grün abgängig und von minderwertiger Qualität war. Das Spielgerät entspricht den Anforderungen, die heute an Spielgeräte gestellt werden.“

Stadt kümmert sich nur um Spielplätze für Kinder ab sechs

Er weist darauf hin, dass die Stadt Wolfsburg nur für den Bau und die Unterhaltung von Spielplätzen für Kinder ab sechs Jahren zuständig ist. Für Kleinkinder-Spielgeräte müssten Privatleute oder Wohnungsbaugesellschaften sorgen. „Allerdings hat die Stadt Wolfsburg in der Vergangenheit auf einigen Spielplätzen auch Spielbereiche für Kleinkinder eingerichtet, um für Familien einen gemeinsamen Aufenthalt zu ermöglichen“, ergänzt er.

Mutter: Spielbereiche für Kleinkinder sind schwer zu finden

Nur wo? „Natürlich habe ich gesehen, dass auf allen Spielplatzschildern der Hinweis ,ab 6 Jahren’ steht“, sagt Anna Ziemer. Trotzdem ärgert sie sich – weil sie meint, dass das Ersetzen des Holzpodestes günstiger und besser gewesen wäre. Und weil die Spielbereiche für Kleinkinder in Wolfsburg „wirklich schwer zu finden“ seien. Viele ehemalige Kleinkind-Spielbereiche in der Nähe von Wohnblöcken sind zusammen mit den Bewohnern älter geworden und zum Teil ganz verschwunden, bis auf einige verwaiste Sandkisten.

Die Stadt will jetzt helfen. Zumindest ein wenig. Zurzeit gibt es keine ausgewiesene Übersicht über Kleinkindbereiche auf den städtischen Spielplätzen – auch, weil sich der Bestand laufend verändert, wenn schadhafte Geräte ausgetauscht werden. Aber: „Die Stadt Wolfsburg nimmt diesen guten Vorschlag gerne als Anregung auf und wird diesen perspektivisch in die Publikationen zu den Wolfsburger Spielplätzen einfließen lassen“, kündigt Schildwächter an.

Von Andrea Müller-Kudelka

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