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Neuer Supermarkt am Laagberg? Scharfe Kritik an den Plänen

Wolfsburg Neuer Supermarkt am Laagberg? Scharfe Kritik an den Plänen

Auf dem Laagberg soll ein neues Einkaufsviertel mit Wohnhäusern entstehen. Politik und Stadt jubeln über den Plan für das Gebiet zwischen Schlesierweg und Breslauer Straße (WAZ berichtete). Bei Manfred Strijewski, der eine Immobilie im gegenüberliegenden Einkaufszentrum hat, sorgt das Projekt für Ärger.

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Muss hier ein Supermarkt hin? Vinzenz Müller (li.) und Manfred Strijewski sind gegen die Pläne.

Quelle: Photowerk (bas)

„Warum brauchen wir dort noch ein Vollsortiment?“, fragt er. Im Umkreis von einem Kilometer gebe es sechs Lebensmittelläden: Edeka in der Grauhorststraße, Lidl in der Breslauer Straße, Rewe in der Laagbergstraße, Penny-Märkte an Schlesierweg und Sachsenring sowie einen polnischen Supermarkt im Schlesierweg. Jetzt soll noch ein weiterer dazukommen. Strijewski fürchtet, dass der Kuchen für alle zu klein ist. „Das Projekt ist vollkommen übertrieben“, sagt auch Vinzenz Müller, alteingesessener Geschäftsmann in Wolfsburg, der die bauliche Entwicklung der Stadt genau beobachtet.

„Es wäre viel sinnvoller, statt des Einkaufszentrums noch mehr Wohnhäuser zu bauen“, meint Strijewski. Drei Wohnblöcke sollen auf dem Gebiet der ehemaligen Teppichsiedlung, die 2007 abgerissen wurde, zwar entstehen. Ohne Einkaufszentrum könnten es aber noch viel mehr sein, so der Geschäftsmann. Und es wäre viel ruhiger. Denn Lastwagen lieferten täglich Waren – und das sei ziemlich laut für die Anwohner.

Strijewski wartet ebenso wie andere Geschäftsleute im Schlesierweg schon lange auf eine Sanierung des Einkaufszentrums. Dass die vorhandenen Läden durch den Bau auf der gegenüberliegenden Straßenseite profitieren, so wie es Politik, Stadt und WMG hoffen, glaubt er nicht: „Die Kunden werden nicht mehr und der Umsatz auch nicht.“

syt

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