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Stadt Wolfsburg Neuer Mülltonnenplatz entsteht direkt neben dem Balkon
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Neuer Mülltonnenplatz entsteht direkt neben dem Balkon
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06:00 06.10.2018
Umstritten: Petra Sommer beklagt, dass ihren Eltern im Hellwinkel ein neuer Mülltonnenstellplatz unmittelbar vor den Balkon ihrer Erdgeschosswohnung gesetzt wird. Quelle: Boris Baschin
Hellwinkel

Manfred und Karin Kreuger (76 und 74) sind fassungslos: Gerade einmal vier Meter entfernt von dem Balkon ihrer Erdgeschosswohnung an der Schreberstraße 15 im Hellwinkel entsteht der neue Platz für die Mülltonnen. Das Ehepaar und Tochter Petra Sommer (52) befürchten gerade in der warmen Jahreszeit eine massive Geruchsbelästigung und gesundheitliche Gefahren. Vermieter VWI verweist dagegen auf eine Regelung aus der neuen Satzung für Abfallwirtschaft der WAS, die es einzuhalten gelte.

Diese sieht laut VWI-Sprecher Stefan Uckelmann vor, dass Abfallbehälter mit einem Fassungsvermögen von 770 Litern und größer nur dann von der WAS von ihrem Standplatz abgeholt und dorthin zurückgebracht werden, sofern der Standplatz weniger als zehn Meter vom Straßenrand entfernt ist und im Einvernehmen mit der WAS festgelegt wurde. „Aus diesem Grund entstehen gerade insgesamt drei neue Mülltonnenstellplätze vorne an der Schreberstraße, die zuvor hinter den Häusern platziert waren, den neuen Anforderungen aber nicht mehr entsprechen“, erläutert Uckelmann.

Ehepaar lebt seit 52 Jahren in der Wohnung

Die Kreugers wohnen seit 1966 in der VWI-Wohnung und fühlen sich vor vollendete Tatsachen gestellt. „Wir wurden nicht einbezogen. Auch alle Nachbarn finden den neuen Platz grauenhaft“, sagt Manfred Kreuger. Ein VWI-Aushang im Treppenhaus hatte zwar über die „Versetzung und Erneuerung der Müllboxen“ informiert, offenbar aber nicht hinreichend deutlich: „Wir gingen davon aus, dass die bestehenden Plätze erneuert werden sollten.“

Die Arbeiten für den neuen Mülltonnenplatz verliefen im Eiltempo. Vor knapp zwei Wochen wurde laut Karin Kreuger zunächst eine kolossale Birke gefällt, bevor es schnurstracks an die bauliche Herrichtung der gepflasterten Fläche ging. „Die Lebens- und Wohnqualität wird durch den Platz eingeschränkt“, sagt Manfred Kreuger. Tochter Petra Sommer sorgt sich auch um gesundheitliche Gefahren, die von den zu erwartenden Gerüchen ausgehen könnten.

VWI erwartet keine größeren Beeinträchtigungen

„Hinweise unserer Mieter nehmen wir grundsätzlich zum Anlass, die Situation vor Ort zu überprüfen“, betont VWI-Sprecher Stefan Uckelmann und stellt klar: „Unsere Erfahrungen aus anderen Stadtteilen zeigen jedoch, dass sich die genannten Bedenken in der Regel nicht bestätigen und sich die Beeinträchtigung durch die regelmäßige und sorgfältige Leerung der Abfallbehälter durch die WAS in Grenzen hält.“

Von Jörn Graue

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