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Neue Bundesliga-Saison: Polizei will „deutlich robuster“ auftreten

Sicherheit beim Fußball Neue Bundesliga-Saison: Polizei will „deutlich robuster“ auftreten

Gefahr durch Terror-Anschläge, immer mehr gewaltbereite Hooligans – die Wolfsburger Polizei stellt sich in der neuen Bundesliga-Saison auf neue Herausforderungen ein und will bei Risikospielen „deutlich robuster“ auftreten als sonst üblich.

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Mehr Risikospiele: Auch in der am Samstag startenden Bundesligasaison steht die Polizei wieder vor großen Herausforderungen.

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg. Mehr Risikospiele, deutlich gestiegenes Aggressionspotenzial verschiedener Fangruppen, dazu die latente Bedrohung durch Anschläge – die neue Bundesliga-Saison stellt die Wolfsburger Polizei vor neue Herausforderungen. „Die Aufgabe ist anspruchsvoller geworden“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus klipp und klar. Und er kündigt an: „Bei bestimmten Spielen oder Lagen werden wir deutlich robuster auftreten als sonst üblich“ – an den Anblick von Beamten in voller Schutzmontur und mit Maschinenpistole werden sich Fußballanhänger womöglich gewöhnen müssen.

Bis zu 30.000 Menschen kommen zu den Heimspielen des VfL, erstmals am Samstag (15.30 Uhr) gegen Dortmund. Und große Menschenansammlungen stellen seit einigen Jahren fatalerweise in den Augen von Fanatikern immer wieder Anschlags-Ziele dar. „Die abstrakte Gefährdungslage durch Terrorismus ist gleichbleibend hoch“, sagt Claus. Dieser Gefährdungslage zu begegnen, sei eine der in den letzten Jahren neu erwachsenen Herausforderungen.

Doch nicht nur das – es gibt offenbar auch immer mehr Fußball-Chaoten. Die Nord-Duelle gegen Werder Bremen und den HSV seien schon immer besondere Spiele gewesen, immer mehr Partien aber bergen im Vorfeld Zündstoff. Fans von Eintracht Frankfurt beispielsweise seien in den letzten Jahren bundesweit als „besonders aggressiv“ aufgefallen, das Nachbarschaftsderby nach dem Wieder-Aufstieg von Hannover berge nach dem Block-Sturm von 96-Fans bei einem Freundschaftsspiel in England ganz neue Brisanz. Sven-Marco Claus: „An unserer grundsätzlichen Konzeption ändert sich wenig, aber das Auftreten der Polizei wird in einigen Fällen deutlich robuster sein als sonst gewohnt.“

Auch der VfL wollte zur neuen Saison eigentlich an der Sicherheitsschraube drehen, einen neuen äußeren Kontrollring mit Ordnern rund um die Arena installieren. Doch so weit sei man noch nicht, teilte VfL-Sprecherin Barbara Ertel-Leicht auf WAZ-Anfrage mit. Noch sei man im Planungsstadium – die Installation des neuen Sicherheitsrings solle aber im Verlauf der Saison erfolgen.

Von Ulrich Franke

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