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Stadt Wolfsburg Neubaugebiet: Viele Fragen zum Verkehr
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Neubaugebiet: Viele Fragen zum Verkehr
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18:54 04.03.2017
Voller Saal im Lindenhof: Klaus Mohrs (r.) und die Verwaltung informierten über das geplante Neubaugebiet. Quelle: Roland Hermstein
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Nordsteimke

„Ich will hier etwas über den Verkehr erfahren, gleich gehe ich wieder!“, schimpfte einer der Zuhörer. Hans-Jürgen Friedrich (SPD), Ortsbürgermeister von Reislingen und Neuhaus, sah sich gegenüber den fordernden Bürgern zu einer Erklärung genötigt: „Wir haben noch keinem Verkehrskonzept zugestimmt.“ Trotzdem hatte Axel Schmalkuche (PUG) den Eindruck: „Erkennbar ist, dass für die Hehlinger Belange nichts getan wird.“

Kommentare aus den Ortsräten gab es aber weiterhin. So forderte Marcus Stenzig (SPD) eine Brücke von Hehlingen ins Neubaugebiet. Lars Bollwien (CDU) ärgerte sich, dass es noch kein tragfähiges Verkehrskonzept gebe. Christine Fischer (CDU) aus Neuhaus zweifelt an dem Plan, eine Straße zu entlasten, um eine andere zu belasten. „Ich wünsche mir eine Gleichbehandlung aller Ortsteile.“

Abgestimmt wird erst in einer nächsten Sondersitzung. Bis dahin scheint es noch viel Redebedarf zu geben...

150 Hektar, drei Kitas, eine Schule

Bevor die Diskussion sich gestern in Nordsteimke dem Verkehr zuwandte, hatte die Verwaltung das Neubaugebiet vorgestellt. Vieles war bekannt, einiges weniger.

So erwartete manchen eine Überraschung: Es war von rund 3000 Wohneinheiten auf dem 150 Hektar großen Areal die Rede. Simone Horstmann (parteilos) aus dem Ortsrat Barnstorf/Nordsteimke staunte: „Es hieß mal 1500 Wohneinheiten, dann sollten es 2000 werden, heute hören wir, dass es 3000 werden sollen.“

Das (noch namenlose) Neubaugebiet soll östlich von Nordsteimke und nördlich von Hehlingen liegen. Es wird im Westen von der K5 (Nordsteimker Straße) und im Osten von der L290 eingegrenzt. Etwa mittig soll die K111 durch das Gebiet laufen – als späterer Teil der geplanten Alternativen Grünen Route.

Die 3000 Wohneinheiten sollen sich auf vier oder fünf Quartiere mit Einfamilienhäusern und bis zu  dreistöckigen Mehrfamilienhäusern verteilen. Das längliche Baugebiet soll noch viel Grün und Wasserauffangflächen bereit halten. Drei Kindertagesstätten sind angedacht, außerdem eine Schule, ein Sportplatz und Einzelhandel. Geplant ist, dass 2018 die äußere Erschließung beginnt, 2019 der Hochbau. Ein Beirat solle die Arbeiten dann begleiten, sagte Stadtplaner Peter Albrecht.

Ganz wichtig ist Politikern und Verwaltung der künftige Verkehrsfluss. Die Stadt will Fahrzeuge am liebsten über die L290 (Zollstraße) und den St.-Annen-Knoten in die Innenstadt führen. Nordsteimker Straße und Sandkrugstraße sollten dafür entlastet werden (WAZ berichtete).

kn

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