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Neu: Klärwerk erzeugt Strom aus Schlamm

Wolfsburg Neu: Klärwerk erzeugt Strom aus Schlamm

75 Jahre Abwasserkreislaufwirtschaft in Wolfsburg: Dieses Jubiläum feierten Abwasserverband und WEB gestern am Klärwerk in Brackstedt.

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Festakt zum 75-jährigen Jubiläum der Abwasserkreislaufwirtschaft in Wolfsburg mit Inbetriebnahme der neuerrichteten Klärschlammfaulungsanlage.

Quelle: Boris Baschin

Ein Highlight: die Inbetriebnahme der neuen, hochmodernen Klärschlammfaulung zur Stromgewinnung.

Am 9. Januar 1940 wurde der Abwasserverband Wolfsburg gegründet. Damals noch unter dem Namen Abwässerverwertungsverband Werder. Inzwischen kümmert sich der Verband um acht Millionen Kubikmeter Abwasser von etwa 125.000 Einwohnern.

Jetzt, passend zum 75-jährigen Bestehen, macht der Verband erneut einen riesigen technischen Fortschritt: Stadtbaurätin Monika Thomas weihte gestern eine neue Klärschlammfaulungsanlage ein: Durch diese kann der Klärschlamm künftig zur Stromgewinnung genutzt werden. „Sowohl ökologisch als auch energiewirtschaftlich und finanzwirtschaftlich eine sinnvolle Sache“, betont Thomas.

Das Prinzip: Vom Vorklärbecken, wo die Masse vom Flüssigen getrennt wird, wird der Klärschlamm zur Methangas-Gewinnung in einen ehemaligen Biogas-Fermenter geleitet. Erzeugt werden jährlich rund drei Millionen Kilowattstunden Strom, die direkt auf der Anlage genutzt werden. Netter Nebeneffekt: Die Stromkosten sinken und jährlich werden 2000 Tonnen Co2 eingespart. „Was vorher mit Strom aufbereitet werden musste, erzeugt jetzt selbst Energie“, betont Mark Stüben (WEB). Außerdem wird ganz nebenbei auch noch Phosphor gewonnen - ein optimaler Dünger für die Landwirtschaft.

Die Bauzeit betrug etwa zehn Monate. „Die Planung hat aber knapp 2,5 Jahre eingenommen“, erklärt WEB-Vorstand Dr. Gerhard Meier. Die Kosten lagen bei 6,5 Millionen Euro, ab jetzt trägt sich die Anlage durch die Stromgewinnung aber selbst.

kau

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